Schwäbisch Hall Dokumentarfilm über rechtsradikale Konzerte hinterlässt Eindruck

Schwäbisch Hall / SWP 20.03.2014
400 Jugendliche verfolgten gespannt den Dokumentarfilm "Blut muss fließen - Undercover unter Nazis". Vorgeführt wurde er im Kino im Schafstall.

Als das Licht am Ende des Films wieder anging, wurde heftig applaudiert. Im Anschluss nutzten die Schüler die Gelegenheit, Fragen an Regisseur Peter Ohlendorf und Jugendreferent Dietmar Winter zu stellen. Hauptsächlich interessierten sie sich für die Ahndung von rechtsradikalem Verhalten oder für neue Gesetze und Verbote. Es wurde deutlich, dass sich viele Gedanken darüber machen, was man gegen Rechtsextremismus tun kann.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Jugendreferenten des Landkreises Dietmar Winter organisiert. "Wir wollen für rechtsradikale Gedanken kritisch sensibilisieren. Junge Menschen sollen erkennen, wann Rechtsextreme mit menschenverachtenden Liedtexten dazu bewegen wollen, eine bestimmte Haltung einzunehmen", erklärte Landrat Gerhard Bauer.

Bei dem Film handelt es sich um eine Dokumentation über rechtsextreme Konzerte, die auf einer neunjährigen, verdeckten Filmrecherche eines Journalisten basiert. Lehrer verschiedener Haller Schulen entschieden, dass ihre Schüler diesen Film sehen sollten. "Rechtsradikalismus ist immer wieder Thema. Auf dem Schulhof und im Unterricht", erzählte eine Lehrerin. Betroffen machte die Jugendlichen vor allem, dass es sich bei den Szenen der Dokumentation nicht um Nachstellungen handelt. "Man macht sich gar nicht bewusst, wie viel Hass bereits in einem Lied stecken kann", sagte eine Schülerin beim Verlassen des Kinosaals.

Info Um das Thema rechte Musikszene zu vertiefen, bietet der Jugendreferent im Kreis Hall, Dietmar Winter, Workshops für Schulklassen an: Telefon (0791) 7557568; E-Mail: d.winter@lrasha.de