HELI Dinkelsbühler Rettungshubschrauber: Schon 110 Einsätze im Kreis Hall

Der Rettungshubschrauber Christoph 65 verbessert den Rettungsdienst im Landkreis  Hall – auch wenn er in Bayern stationiert ist.
Der Rettungshubschrauber Christoph 65 verbessert den Rettungsdienst im Landkreis  Hall – auch wenn er in Bayern stationiert ist. © Foto: Andreas Harthan
Region / GOTTFRIED MAHLING 09.07.2016
Dem Rettungshubschrauber Christoph 65 haben schon viele Menschen ihr Leben zu verdanken. Er fliegt auch in den Landkreis Schwäbisch Hall.

Anfang September 2015 ist der Rettungshubschrauberstandort in Dinkelsbühl-Sinbronn im bayrischen Nachbarlandkreis Ansbach in Betrieb genommen worden. Die Halbjahresbilanz zeigt nun, dass der Hubschrauber zirka 27 Prozent seiner insgesamt über 600 Einsätze in Baden-Württemberg, genauer in den Landkreisen Schwäbisch Hall, Hohenlohe, Main-Tauber und Ostalb,  geflogen ist.  Aus diesem Grund hat sich  Landrat Gerhard Bauer erneut an das Innenministerium gewandt. Er bittet darum, dass das Land einen entsprechenden Beitrag für die Finanzierung des Standorts leisten möge.

Nachdem der Freistaat Bayern den Rettungshubschrauber Christoph 65 in Dinkelsbühl-Sinbronn in Dienst genommen hat, wird er auch im Landkreis Schwäbisch Hall immer stärker in Anspruch genommen – trotz des verbesserten Rettungsdienstes auf baden-württembergischer Seite.

Für den Landrat des Landkreises Ansbach, Dr. Jürgen Ludwig, steht fest, dass nach den langen Vorbereitungen und dem großen Einsatz seiner Region die Notwendigkeit des neuen Standortes eindeutig belegt ist. „Christoph 65 wurde fast doppelt so oft angefordert wie gutachterlich prognostiziert“, so der Landrat des bayrischen Nachbarkreises. Regelmäßig werde der Hubschrauber auch aus Baden-Württemberg angefordert.

Im Landkreis Schwäbisch Hall ist Christoph 65 im Halbjahreszeitraum von September bis Februar 110 von seinen insgesamt über 600 Einsätzen geflogen. Deshalb wird der neue Rettungshubschrauberstandort im Kreis Hall sehr positiv beurteilt. Sein Weg und der Zeitaufwand bis zur Ankunft am Einsatzort im Landkreis Schwäbisch Hall ist wesentlich geringer als bei den bestehenden Standorten der Rettungshubschrauber in Ochsenfurt, Ludwigsburg, Leonberg und Ulm. Insoweit ist Christoph 65 von großem Nutzen für die örtliche Notfallversorgung, insbesondere im südöstlichen und südlichen Teil des Kreises bis einschließlich Stadtgebiet Schwäbisch Hall, heißt es in einer Pressemitteilung des Haller Landratsamtes.

„Christoph 65 wird von der Bevölkerung im Landkreis sehr positiv wahrgenommen und als wesentliche und deutliche Verbesserung der bisherigen Situation empfunden“, schreibt Landrat Gerhard Bauer deshalb an den Innenminister. „Wenn man die Einsatzzahlen des bodengebundenen Rettungsdienstes betrachtet, ist auch keine Konkurrenzsituation zu befürchten. Es hat sich in der kurzen Zeit, in der er nun im Dienst ist, gezeigt, wie notwendig er für den Flächenlandkreis Schwäbisch Hall ist“, so der Landrat. Auch die Notärzte und das Rettungsdienstpersonal würden von einem Gewinn und einer optimalen Ergänzung des bodengebundenen Rettungsdienstes sprechen.

Vor diesem Hintergrund bittet Landrat Gerhard Bauer den Minister, dass sich das Land  an den dem Freistaat Bayern entstandenen Kosten von 1,3 Millionen Euro mit 27 Prozent beteiligt. Dies sei aus seiner Sicht sachgerecht und angemessen.

Weiter bittet der Schwäbisch Haller Kreischef den Minister, die neue Initiative zur Erweiterung der Luftrettung vom Standort Dinkelsbühl auf den Nachtflugbetrieb zu unterstützen. Landrat Gerhard Bauer hofft auf eine positive Nachricht aus Stuttgart.

„Christoph 65 ist eine ganz wertvolle Bereicherung für unser Rettungswesen. Ich bin deshalb sehr dankbar für die gute Kooperation mit dem Nachbarkreis Ansbach, die wir gerne fortsetzen“, erklärt der Haller Landrat.