Weltmarktführer Die Welt trifft sich in Schwäbisch Hall

Knapp 500 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik kommen zum Gipfeltreffen der Weltmarktführer in der Salzsiederstadt zusammen. Der Kongress befasst sich mit aktuellen Themen und Strategien für die Firmen und den Standort Deutschland.
Knapp 500 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik kommen zum Gipfeltreffen der Weltmarktführer in der Salzsiederstadt zusammen. Der Kongress befasst sich mit aktuellen Themen und Strategien für die Firmen und den Standort Deutschland. © Foto: Ufuk Arslan
Marius Stephan 07.10.2017
Das Gipfeltreffen geht im Januar in die achte Runde. Referenten von Amazon und Tesla diskutieren über digitale Talente und den Wandel hin zu erneuerbaren Energien.

Am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass sich das Gipfeltreffen so gut hält“, freut sich Veranstalter Walter Döring, Inhaber der Akademie Deutscher Weltmarktführer und ehemaliger Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg. Im Januar 2018 geht das hochkarätige Treffen, das CEOs von mittelständischen Unternehmen, Lenker von Großkonzernen und Entscheider aus der Politik zusammenbringt, in die achte Runde. Auch für diese Auflage des Kongresses  hat Döring, ein hochkarätiges Referenten-Ensemble zusammengestellt. Das Motto: „Das Treffen soll jünger, moderner und digitaler werden“, sagt Döring. Der Kongress startet am Mittwoch, 31. Januar, und endet am Freitag, 1. Februar. „Wir sind wieder sehr international und sehr weiblich“, unterstreicht Döring den Anspruch, den Zeitgeist zu treffen.

Global Player auf der Bühne

Die Liste der Referenten zeigt auch, dass das Gipfeltreffen in seiner achten Auflage Unternehmen von Weltrang anzieht: Mit Glenn Gore  (Global Chief Architect Amazon Web Services), Jochen Rudat (Europa-Direktor Tesla) und Béatrice Guillaume-Grabisch (Vorsitzende des Vorstands Néstle Deutschland) sprechen drei Manager von Unternehmen, die zu den erfolgreichsten Firmen rund um den Globus zählen. Hinzu kommen Referenten der Hidden Champions aus der Region. EBM-Papst-CEO Stefan Brandl, Bausparkassen-Vorstand Reinhardt Klein oder Mark Hiller, Geschäftsführer und Mitgesellschafter von Recaro Aircraft Seating oder Henrik Schunk, CEO des Greifsystemespezialisten Schunk, sind mit Impulsvorträgen oder bei Podiumsdiskussionen vertreten. Diese und weitere Unternehmen stellen eindrucksvoll dar, warum Heilbronn-Franken die Region der Weltmarktführer genannt wird. „Mir ist wichtig, dass Deutschland sieht, dass das Gipfeltreffen aus gutem Grund in Schwäbisch Hall stattfindet“, betont Döring. Mittlerweile kommen knapp die Hälfte der rund 500 Teilnehmer auch nicht mehr nur aus Süddeutschland.

Innovationskraft im Fokus

Döring legt viel Wert auf die Verjüngung des Konzepts: „Die Themensetzung wird moderner. Besonders viel verspreche ich mir vom, Slam der Innovatoren’.“ Hier stellen Gründer ihr innovatives Unternehmen vor und Osram-Chef Olaf Berlien zeigt, wie durch viel Mut und radikalen Umbau aus einem Lichtkonzern ein Hightech-Unternehmen wurde. Ebenso wird die Digitalisierung ein Thema sein.

Von Seiten der Politik thematisiert EU-Kommissar Günther Oettinger den Brexit und die Folgen für deutsche Weltmarktführer. Die Rede am Gala-Abend hält Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Mit Jutta Cord, Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, konnte ein weiteres aktuelles politisches Thema besetzt werden. „Schön wäre eine Art ,Speakers Corner’. Dann könnten Teilnehmer und Politik in einen kurzen Dialog treten. Das würde echten Mehrwert bieten“, sagt Döring. Ob es dazu kommen wird, ist allerdings noch nicht sicher. Ebenfalls ungeklärt ist die Sportpersönlichkeit, die traditionell am Gipfeltreffen teilnimmt. Zuletzt war dies Torwart-Titan Oliver Kahn. „Das ist alles noch top secret“, erklärt Döring, der mit verschiedenen Sportlern in Kontakt steht. „Das Niveau wird aber auf Weltmeisterniveau sein“, verspricht der Veranstalter. Kein Geheimnis ist dagegen, dass der Gala-Abend im Carmen-Würth-Forum stattfinden wird. „Wir wollen den Teilnehmern das Forum zeigen, das interessiert die Menschen ja auch“, ist Döring überzeugt. Außerdem sei es „eine deutliche Aufwertung“ des Treffens.