Themenweg Die Urschildkröte weist den Weg

Vellberg / Sigrid Bauer 22.02.2018

Das Signet mit der stilisierten Urschildkröte, die noch wie eine Echse aussieht, ist schon entworfen. Rechts oben auf den Infotafeln des Themenwegs soll es den Wanderern und Spaziergängern auf dem Weg oberhalb Vellbergs auf den ersten Blick verdeutlichen, dass sie auf dem Themenweg „Urschildkröte“ unterwegs sind.

„Die Farbgebung des Signets nimmt die Gesteinsschichten des Steinbruchs auf, wo sie gefunden wurde“, erklärt Bürgermeisterin Ute Zoll. Die hintere Hälfte des Fossils ist grau-beige unterlegt, was den Lettenkeuper andeuten soll, in dem sich die Versteinerung über Millionen von Jahren verborgen hat. Der vordere Teil hat einen hellen Hintergrund und symbolisiert den Fund, der ans Licht kommt.

Auf bestehenden Pfaden

Der Rundweg führt auf bestehenden Wegen vom Städtle durch den Burggraben zum Heimatmuseum und von dort hinunter zur Bühler. Über den Mühlweg vorbei am Freibad gelangt man über den kürzlich sanierten Weg Richtung Schule. Dann geht es über die Schönblickstraße hinauf zum Dürrsching bis zum Spielplatz mit einer Erlebnisstation für Kinder. „Dort kommt unter einen Unterstand aus Holz eine Art Sandkasten für abgeräumtes Gestein aus dem Steinbruch Schumann. Die Maße haben wir in Absprache mit Andreas Schumann genau an einen Lkw angepasst. Er hat uns versprochen, regelmäßig neues Material anzufahren“, so Ute Zoll. In der etwa 30 Zentimeter dicken Lettenkeuperschicht lassen sich unzählige, winzige Versteinerungen finden. „Wir wollen auch einiges an Werkzeug dort zur Verfügung stellen“, kündigt die Bürgermeisterin an. Weiter führt der Weg hinunter nach Eschenau und biegt dann nach links in die Alte Steige. Man überquert die Ortsstraße (1064) und stößt über den Steinbruchweg auf einen rechtwinklig kreuzenden Weg, der bis dahin offiziell mit „Urschildkrötenweg“ beschildert sein soll. 200 Meter weiter ist ein Aussichtspunkt mit Blick in den Steinbruch. Insgesamt fünf Infotafeln zu unterschiedlichen Aspekten der Urschildkröte werden bis hierher aufgestellt.

Der Rückweg ins Städtle verläuft nördlich von Eschenau zum Teil durch den Wald zum Dürrsching und dann den Fußweg hinunter zur Mühle an der Bühler zurück ins Städtle. Der Rundweg hat einige Steigungen und abschüssige Teile und ist insgesamt etwa sechs Kilometer lang.

Für das Museum hat sich das Büro Planbar Güthler aus Ludwigsburg etwas Besonderes überlegt: An einer interaktiven Säule können Besucher einen Film abrufen, der unter anderem Interviews mit dem Paläontologen Dr. Rainer Schoch, der das einzigartige Fossil gefunden und untersucht hat, mit Andreas Schumann, Geschäftsführer des Steinbruchs, und mit Bürgermeisterin Ute Zoll zeigt.

Das kostet der Themenweg

Der Themenweg soll voraussichtlich 33 440 Euro kosten. Aus dem Leader-Programm erhält die Stadt 16 740 Euro, aus Eigenmitteln bleiben 16 700 Euro zu finanzieren.
Im Museum fallen voraussichtlich 21 420 Euro an. Dafür gibt es 10 680 Euro Förderung, so dass der Eigenanteil der Stadt bei 10 740 Euro liegt.

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