Wiederaufbau Die Randsteine sind gesetzt

Bauarbeiter sind am Freitagmorgen damit beschäftigt, die Randsteine an der Geislinger Straße in der Braunsbacher Ortsmitte zu setzen. In zwei Wochen wird voraussichtlich mit den Asphaltarbeiten begonnen.
Bauarbeiter sind am Freitagmorgen damit beschäftigt, die Randsteine an der Geislinger Straße in der Braunsbacher Ortsmitte zu setzen. In zwei Wochen wird voraussichtlich mit den Asphaltarbeiten begonnen. © Foto: Norbert Acker
Braunsbach / Norbert Acker 12.08.2017
Es geht voran in Braunsbachs Ortsmitte. Kanal- und Leitungsarbeiten sind zwischen der Geislinger Straße und dem Marktplatz abgeschlossen.

Die vorherrschende Modefarbe in der Braunsbacher Ortsmitte ist orange. Bauarbeiter in orangefarbenem Beinkleid dominieren das Straßenbild. Wie von der Bauleitung angekündigt, haben mittlerweile die Arbeiten an den Randsteinen – von der Geislinger Straße bis zum Marktplatz – begonnen. Sobald diese abgeschlossen sind, geht es an die Pflasterung der Bürgersteige.

Sperrung macht sich bezahlt

„Es läuft alles nach Plan. Die Sperrung macht sich bezahlt, die Arbeiter kommen gut voran“, sagt Braunsbachs Kämmerer Christoph Roll. In ungefähr zwei Wochen könne es dann mit dem Oberbau der Straße weitergehen – erwartet wird eine Asphaltier-Kolonne. „Ich denke, dass wir bis zum Ende der Sommerferien in dem gesperrten Bereich fertig sind“, so Roll. So sei es ja auch geplant gewesen. Die Bauleitung gehe ebenfalls davon aus.

Mittlerweile ist ein guter Teil des Untergrunds in dem momentan bearbeiteten Abschnitt in der Ortsmitte wieder mit Erde aufgefüllt. Die neuen Kanäle, Wasserleitungen und Kommunikationsleitungen sind verlegt.

Beschwerden wegen der Sperrung seien bislang noch keine bei der Gemeinde eingegangen. „Die Lage ist ruhig“, sagt Roll. Sorge bereite freilich das Gewerbe in der Ortsmitte. „Für die ist das natürlich kein Zuckerschlecken. Da fällt auch viel Laufkundschaft weg“, sagt der Kämmerer. Das bestätigt auch Katja Schwarz vom Lebensmittelgeschäft d’Schwarz. „Wir merken schon, dass weniger Kundschaft kommt“, sagt sie. Sie steht hinter der Brottheke, an der ein älterer Herr gerade eingekauft hat. „Wenn die Parksituation etwas besser wäre, wäre ich auch noch auf einen Kaffee geblieben“, sagt dieser, zahlt und verlässt das Geschäft. „Es hilft ja nichts“, sagt Schwarz, „wir müssen jetzt da durch.“ Als neue Kunden begrüße sie zwar Tag für Tag einige der Bauarbeiter, aber das werde die Umsatzeinbußen nicht kompensieren können. „Aber die sind ja schon recht weit“, so Schwarz. Sie blickt nach draußen, wo gerade ein Arbeiter die Fugen der schon gesetzten Randsteine vor dem Gasthaus Löwen bearbeitet.

Wer vom Gewerbe oder der Gastronomie Schwierigkeiten bekomme, dem werde man helfen. Das hatte Bürgermeister Frank Harsch im Vorfeld der Vollsperrung versprochen. Und er hat Wort gehalten. „Der Bürgermeister hat sich mit dem Regierungspräsidium Stuttgart in Verbindung gesetzt“, bestätigt Kämmerer Roll. Es gebe Unterstützungsprogramme, die in solchen Fällen beantragt werden könnten.

Derweil gehen die Arbeiten am Freitag unvermindert weiter, bevor sie am Wochenende unterbrochen werden. Ein Mann steht hinter der Absperrung und hält einige Impressionen der Baustelle mit der Kamera fest. Ein paar ältere Frauen kreuzen die Straße, sie gehen zum Einkaufen zu Katja Schwarz. Die Braunsbacher haben sich mit dem Situation arrangiert.