Mainhardt Die Kunst des guten Sterbens

Zahlreiche Zuhörer kamen in die Waldhalle.
Zahlreiche Zuhörer kamen in die Waldhalle. © Foto: Foto. privat
Mainhardt / Holger Ströbel 17.05.2018
Notar Wolfgang Ehmann erklärt, wie man eine Patientenverfügung richtig formuliert.

Wer möchte schon gerne an seinen letzten Lebensabschnitt denken und diesen bewusst planen? Dass diese Frage unbewusst in vielen Menschen schlummert, bewies die große Besucherzahl bei der Veranstaltung des Kreisseniorenrates und der Gemeinde Mainhardt in der Waldhalle. Wie wichtig diese Vorsorge ist, machten die Referenten bewusst. Dabei ging es um inhaltliche Fragen der Generalvollmacht, Vorsorgevollmacht oder der Patientenverfügung. Auch die Kehrseite wurde betrachtet, falls solche Vorsorgen fehlen.

Als erster Referent stimmte der Vorsitzende des Kreisseniorenrates Karl-Heinz Pastoors auf das Thema ein. Zur Kunst des guten Sterbens gehöre es, Vorsorge zu treffen und das Gespräch darüber mit der Familie oder nahestehenden Menschen zu suchen.

Neue Broschüre

Notar Wolfgang Ehmann und Michael Köhler vom Betreuungsverein Schwäbisch Hall erklärten anhand verschiedener Fallbeispiele, wie man Patientenverfügungen und Vollmachten richtig formuliert. Bei den Patientenverfügungen hat ein kürzlich veröffentlichtes BGH-Urteil für Aufregung gesorgt: Es erklärt einen Großteil von Patientenverfügungen und den gesundheitlichen Passus von Vorsorgevollmachten für ungültig, wenn Festlegungen zu Umfang und Grenzen lebensverlängernder Maßnahmen unpräzise sind. Enthalten die Verfügungen nur Standardklauseln, sind sie nichtig. Günter Gropper vom Kreisseniorenrat stellte die neue Broschüre „Meine persönlichen Aufzeichnungen“ des Kreisseniorenrates vor. Sie wurde mittlerweile über 7000 mal im Landkreis verteilt und ist weiterhin in allen Bürgermeisterämtern erhältlich.

Zusätzliches Angebot

Anna-Gela Kochendörfer vom Schwäbisch Haller Hospizverein sprach über die letzte Phase des Lebens und über die vielfältigen Möglichkeiten, diesen Abschnitt würdevoll zu gestalten. Sie erläuterte auch zahlreiche Hilfsmöglichkeiten. Die Veranstaltung des Kreisseniorenrates war die dritte dieser Art. Nach Gaildorf, Schwäbisch Hall und Mainhardt sind weitere Veranstaltungen in Gemeinden des Kreises geplant.

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