Der Milchmarkt wird sich im kommenden Jahr einschneidend verändern, daran lässt Manfred Olbrich, Vorstandsvorsitzender der Hohenloher Molkerei, keinen Zweifel. "Die Milchquote läuft am 1. April 2015 aus und die Meinungen, wie sich danach die Milchmengen und die Produktion entwickeln, gehen stark auseinander."

Deshalb ergreift die Genossenschaft eine ungewöhnliche Maßnahme. Mehrfach hat sie ihre Mitglieder angeschrieben und sie zu einer zentralen Großveranstaltung eingeladen. Ziel am 29. Oktober in der Arena Ilshofen sei die Erhebung von Daten, aus denen sich für die Zeit nach dem Quotensystem Prognosen für die Zukunft der Molkerei und ihrer Milcherzeuger ableiten lassen.

Die Befragung soll live in der Arena Ilshofen erfolgen. Sie ist als Gemeinschaftsprojekt mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf angelegt. Den Verantwortlichen ist eine hohe Teilnehmerzahl enorm wichtig. "Nur wenn wir repräsentative Informationen darüber erhalten, wie unsere Milchbasis in der Zukunft ausschaut, können wir verlässliche Zukunftsstrategien für unsere Genossenschaft entwickeln", so der geschäftsführende Vorstand Martin Boschet.

Die Daten werden live anonym erhoben und vor Ort teilweise ausgewertet und veröffentlicht. "Die Befragung hilft uns dabei, die Milchmengen und die Zufriedenheit der Mitglieder besser einzuschätzen."

Zu Gast wird am 29. Oktober auch die Geschäftsführerin der Zentralen-Milch-Berichterstattung (ZMB), Monika Wohlfarth, sein. Sie reist aus Berlin an und wird über die aktuelle Lage an den Milchmärkten referieren.

Abgeschlossen wird die Veranstaltung mit der Betriebsbesichtigung der Hohenloher Molkerei. Diese werde unter Volllast laufen. Während der eineinhalbstündigen Führung werden über 10000 Liter Frischmilch, rund 102000 Packungen H-Milch sowie 20000 Päckchen Butter vom Band rollen.Info Live-Mitgliederbefragung der Hohenloher Molkerei eG, Mittwoch, 29. Oktober, ab 10 Uhr

Molkerei in Zahlen

Verarbeitung Die Hohenloher Molkerei hat im Jahr 2013 insgesamt 359,32 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet. Der Umsatz betrug rund 209 Millionen Euro, die Bilanzsumme des Unternehmens lag bei 64,23 Millionen Euro.

SWP