Mainhardt Die „Heilsbringer“ treten in Aktion

Timo Köhler (links) und Volker Schäfer setzen sich mit der komplizierten Materie des Extremismus auseinander.
Timo Köhler (links) und Volker Schäfer setzen sich mit der komplizierten Materie des Extremismus auseinander. © Foto: a
Mainhardt / Kurt Hinz 20.09.2018
Martin Herrmann feiert mit seinem neuen Stück Premiere. Dabei geht es um die Auswirkungen von Fanatismus am Beispiel des „Islamischen Staates“ auf unseren Alltag.

Donnerstagabend in der Kulturscheune auf dem Riegenhof bei Mainhardt. Noch einige letzte Einstellungen an der Technik und es kann losgehen mit der letzten Probe zu „Heilsbringer & Co.“, dem neuen Theaterstück aus der Feder von Martin Herrmann.

Herrmann ist in der Schauspielszene kein Unbekannter, ist er doch unter anderem Autor des Freilichttheaterstückes „Die Räuber vom Mainhardter Wald“. „Heilsbringer & Co.“ bedient sich des realen religiösen Fanatismus des Islamischen Staates (IS) und dessen Auswirkungen in unserem geordneten und regulierten Alltag, beschreibt Herrmann sein aktuelles Werk.

Extremer Fanatismus einerseits und dessen Gegenpol, die blinde Überheblichkeit andererseits, versucht der Autor in seinem Stück überdeutlich darzustellen. Keine vergnüglicher Stoff, der da auf die Zuschauer zukommt. Aus diesem Grund wird es zu Beginn der Aufführung eine Einführung durch Helga Luithle und Martin Herrmann geben.

Drei Akte ohne Pause

Das Stück wird in drei Akten und ohne Pause gespielt. Zunächst spielt es in der Gegenwart. Die Heilsbringer, das sind die Kämpfer um den Großinquisitor des fiktiven Konsequenten Christlichen Reiches (KCR), werben um neue Kämpfer für ihre Sache und stellen sich dem Dialog mit der Gesellschaft. Im letzten Akt wird die Handlung in die Zukunft verlegt und zeigt die Auswirkungen 200 Jahre später.

Keine leichte Theaterkost. Auch keine einfache Aufgabe für die Akteure vom „Das kleine Welttheater … von hier“. In dem Ensemble wirken erfahrene Amateurschauspieler mit, die sich dennoch entschlossen haben, sich einer solchen Herausforderung zu stellen. Bei der Inszenierung des Stückes setzt Herrmann, der auch die Regie führt, auf die Wirkung von drei Ebenen. Einmal das Geschehen auf der Bühne und Videoeinblendungen sowie Stimmen aus dem Publikum durch Mitglieder des Ensembles. Das sind Volker Schäfer, Timo Köhler, Bettina Kamischke, Katharina Vogt, Konrad Schnell, Markus Weber, Helga Luithle und Martin Herrmann. Herrmann und das komplette Ensemble sind gleichermaßen gespannt, wie das Stück beim Publikum ankommen wird und werden sich nach Beendigung jeder Aufführung gerne den Fragen des Publikums stellen.

Weitere Aufführungen

Termine Nach der Uraufführung am 15. September ist das Stück an folgenden Tagen zu sehen: 22. September und 13. Oktober jeweils im Theaterkeller Schwäbisch Hall. Eine weitere Aufführung ist für den 21. Oktober in der Kulturscheune auf dem Riegenhof bei Mainhardt geplant. Aufführungs­beginn ist jeweils um 20 Uhr. Die Einführung in das Stück beginnt jeweils um 19.30 Uhr. ­Karten gibt es im Vorverkauf für 15 Euro im Ticketshop des Haller Tagblatts (Tel. 07 91 / 40 41 21) und an der Abendkasse für 16 Euro.

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