Vellberg 25.000er-Marke Ende August geknackt

Schwimmmeisterin Anita Silbermann und Rainer Hühnerkopf von den Crailsheimer Stadtwerken freuen sich, dass die Mädchen und Jungen am sanierten Planschbecken im Vellberger Mineralfreibad so viel Spaß haben.
Schwimmmeisterin Anita Silbermann und Rainer Hühnerkopf von den Crailsheimer Stadtwerken freuen sich, dass die Mädchen und Jungen am sanierten Planschbecken im Vellberger Mineralfreibad so viel Spaß haben. © Foto: Sigrid Bauer
Vellberg / Sigrid Bauer 19.09.2018
Der Sommer 2018 bringt keinen neuen Besucherrekord, aber eine neue feste Mitarbeitern als Badeaufsicht im Mineralfreibad.

Es läuft wieder rund im idyllisch unterhalb des Städtles gelegenen Vellberger Freibad. Während andere Bäder wegen Personalmangels an einzelnen Tagen oder sogar regelmäßig einmal wöchentlich geschlossen bleiben, ist in Vellberg durchgehend vom 12. Mai bis 14. September geöffnet. Nur an wenigen Tagen bleibt es wegen des Wetters geschlossen. Schon Ende August ist die 25.000-Besucher-Marke erreicht. Diese Zahl wird nur in wenigen Jahren erzielt. Zuletzt war das 2015 der Fall, als bis zum Ende der Saison die Zahlen knapp über dieser magischen Grenze lagen. „Davor gab es 2012 mit 27.241 Besuchern einen Rekord“, weiß Rathausmitarbeiterin Lisa Bögner.

„Das war schon ein phänomenaler Sommer“, meint Rainer Hühnerkopf von den Crailsheimer Stadtwerken zur abgelaufenen Saison. Er ist nicht nur Betriebsleiter der Crailsheimer Schwimmbäder, sondern auch des Vellberger Freibads. Täglich prüfen er oder ein Kollege die Wasserqualität und passen die Aufbereitung des Wassers entsprechend an.

„Das hier ist das schönste Freibad und es hat die beste Wasserqualität. Das haben wir den Crailsheimern zu verdanken“, stellt Schwimmmeisterin Anita Silbermann fest. Sie habe schon in vielen Bädern gearbeitet, aber in Vellberg gefalle es ihr am allerbesten, meint die 58-jährige Sportlehrerin aus Abtsgmünd. Schon 2017 hat sie sich die Badeaufsicht in Vellberg mit zwei Kollegen geteilt und in Aussicht gestellt, auch 2018 wieder in Vellberg zu arbeiten.

„Am Ende der Saison habe ich versprochen, dass es, sofern ich gesund bin, 2018 keinen Schließtag geben wird“, berichtet sie. Bürgermeisterin Ute Zoll freut sich sehr über die neue Mitarbeiterin. „Sie hat einen guten Draht zu den Menschen und ist mit Leib und Seele dabei. Dazu hat sie einen guten Ruf, ist engagiert und zuverlässig. Manchmal kommt sie mit dem Wohnmobil und übernachtet hier“, erzählt sie und lacht. Ab 2019 hat Anita Silbermann eine Festanstellung bei der Stadt. „Ich arbeite dann an sechs Tagen, für den siebten Tag springt ein Kollege ein“, erläutert sie.

Ein kleines Mädchen kommt auf sie zugerannt. „Du willst wohl vom Einer springen“, fragt die Schwimmmeisterin und das Mädchen nickt mit dem Kopf. „Dann stell das Sperrschild zur Seite und spring! Uuuuh, bist du nass“, lacht Silbermann, als die Kleine sie, nass wie sie ist, umarmt. „Ich mache das wirklich gern, der Umgang mit den Menschen gefällt mir“, sagt sie. Auch die Besucher mögen sie, immer wieder wird sie angesprochen.

Imponiert habe ihr, dass eine Stadt wie Vellberg, die sicher nicht zu den reichsten Gemeinden gehört, so viel Geld in die Sanierung ihres Freibads investiert hat, während reihenweise andere Bäder geschlossen werden. Auch deshalb habe sie sich für Vellberg entschieden, denn das müsse man unterstützen, ist ihre Meinung.

Wegen des warmen, sonnigen Wetters ist das Bad auch noch in der ersten Woche nach den Sommerferien, also eine Woche länger als sonst, geöffnet. „In den ersten Schultagen läuft doch noch nicht so viel in der Schule, da kommen bestimmt genug Kinder und Jugendliche zum Baden“, ist die Bürgermeisterin sicher. „Von mir aus könnte gern noch länger offen bleiben. Das Wetter bleibt ja gut“, meint Anita Silbermann dazu. Seit dem 14. September ist die Saison aber vorbei.

Die Freibadsaison 2012 lief in Vellberg noch besser

Der bestbesuchte Tag in der abgelaufenen Saison war der 5. August mit 916 Besuchern. Insgesamt kamen in dieser Saison 25 533 Badegäste. Zuletzt gab es 2015 mit 25 069 und 2012 mit 27 241 ähnlich hohe Besucherzahlen. Wetterbedingt geschlossen war das Bad im Mai an sechs, im Juni an einem und im September an zwei Tagen.

Im Vorverkauf hat die Stadt 66 Saisonkarten für Erwachsene, 108 für Familien und 42 für Kinder und Jugendliche verkauft. Aufgrund des guten Wetters hätten ungewöhnlich viele Besucher auch nach Beginn des Badebetriebs noch Saisonkarten erstanden, führt Sezer Koca, Sohn der Kioskbetreiberin, aus. siba

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