Landkreis Diakonie hilft 458 Menschen

Auch bei Familien- und Partnerschaftsproblemen bietet der Evangelische Diakonieverband Beratungen an.
Auch bei Familien- und Partnerschaftsproblemen bietet der Evangelische Diakonieverband Beratungen an. © Foto: Symbolfoto
JOCHEN KORTE 07.05.2015
Dem Diakonieverband geht die Arbeit nicht aus. Das geht aus der Statistik 2014 zu den Grunddiensten hervor. 2014 wurde 458 Klienten geholfen.

Der Evangelische Verband für Diakonie ist für die Kirchenbezirke Schwäbisch Hall, Crailsheim, Gaildorf und Blaufelden zuständig. In den vier Dienststellen arbeiten sieben Kräfte, die sich drei Vollzeitstellen teilen.

Gaby Hopfinger, die stellvertretende Geschäftsführerin, verweist auf die schwierige Lage bei der Hilfeleistung. Auf der einen Seite müsse der rein kirchlich finanzierte Grunddienst mit einer halben Stelle weniger auskommen, auf der anderen Seite steige die Zahl der Personen, die bei der Diakonie Hilfe suchten. "Trotzdem verlieren wir nicht die Freude, anderen zu helfen", versichert Hopfinger.

Auch wenn es mit der Wirtschaft bergauf geht und mehr Menschen arbeiten: Die materielle Existenzsicherung hat bei der Diakonie eine überragende Bedeutung. 280 der 458 Klienten (317 Frauen, 141 Männer) haben dieses Thema angesprochen. Dabei geht es um Unterstützung bei der Anschaffung von Brillen, Stützstrümpfen, eines Kühlschranks, Lebensmitteln oder Geld für Strom. Gesundheitliche Fragen wurden 145-mal angesprochen. Es folgen Ver- oder Überschuldung (86), die Wohnsituation (80) und Familien-, Partnerschafts- oder Erziehungsfragen.

111 Klienten sind nicht erwerbstätig und 90 arbeitslos gemeldet. 67 Frauen und Männer arbeiten in Vollzeit und 66 in Teilzeit. Trotzdem sind sie auf Hilfen angewiesen. Gerade die Hilfebedürftigkeit von Erwerbstätigen treibt Hopfinger Sorgenfalten auf die Stirn. Denn damit verfestige sich die Armut im Alter. Wer jetzt schon als Aufstocker Hartz IV beziehe, der bleibe es wohl auch im Ruhestand. Zudem gebe es immer weniger verlässliche Arbeitssituationen. "Wir versuchen, mit unseren Mitteln zu helfen", erklärt Hopfinger. Dabei werde auch mit anderen Mitgliedern in der Liga der Wohlfahrtsverbände kooperiert.