„Zur Realisierung des zweiten Bauabschnitts beantragen wir beim Landkreis Schwäbisch Hall einen jährlichen verlorenen Investitionszuschuss in Höhe von 2,2 Millionen Euro für die Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall gGmbH über einen Zeitraum von 14 Jahren“, schreibt Geschäftsführer Michael Kilb. Das Diak rechne mit Baukosten in Höhe von mehr als 80 Millionen Euro. Das hierfür notwendige Ergebnis wäre nur durch massiven Personalabbau zu erreichen. „Dies ist nicht vertretbar“, so Kilb. Der zweite Bauabschnitt enthalte wichtige Bereiche, die für die stationäre, die ambulante und die Notfallversorgung der Bevölkerung unbedingt erforderlich seien. Als Beispiele nennt Kilb die Intensivstation oder die Notaufnahme.

Crailsheim/Hall

Kilb begründet den Antrag mit der Grund- und Regelversorgung, die das Diak „für mehr als 60 Prozent der Landkreisbevölkerung leistet“. Das Diak stelle darüber hinaus mit seinen 22 Kliniken und Zentren auch die Zentralversorgung für den Landkreis Schwäbisch Hall und die Region sicher. „Wir erlauben uns darauf hinzuweisen, dass der Landkreis Schwäbisch Hall zur Versorgung seiner Bevölkerung zwei moderne und gut funktionierende Krankenhäuser in Crailsheim und Schwäbisch Hall hat und weiterhin benötigt“, schreibt Kilb.

Der Antrag war auch beim kürzlichen Besuch von Manfred Lucha in Crailsheim Thema. Der Sozialminister hat das Kreisklinikum besichtigt und dabei die Mitfinanzierung des 27 Millionen Euro teuren Anbaus an den Neubau zugesagt. Am Dienstag trifft sich der Kreistag in Gaildorf. Dann nehmen die Fraktionssprecher zum Haushaltsplan 2019 Stellung, den der Landrat bereits vorgestellt hat – sehr wahrscheinlich, dass der Antrag des Diaks Thema sein wird.