Kriminalitätsstatistik Deutlich mehr Straftaten in Obersontheim

Im Pfarrhaus Untersontheim hat einer der Schüsse eine Fensterscheibe durchschlagen.
Im Pfarrhaus Untersontheim hat einer der Schüsse eine Fensterscheibe durchschlagen. © Foto: Norbert Acker
Obersontheim.  / Elisabeth Schweikert 28.08.2018
Spiegel weggetreten, Mercedesstern abgeknickt: Zu den häufigsten Delikten zählen Sachbeschädigungen und Diebstähle.

Im  Fünfjahresvergleich verzeichnete Obersontheim 2016 die niedrigste Zahl an Straftaten. 80 Delikte wurden angezeigt. Vergangenes Jahr schossen die Anzeigen hoch auf 115 Delikte. 71 Prozent der Taten wurden aufgeklärt. Ausschlaggebend für die hohe Zahl der Straftaten sind vor allem Sachbeschädigungen. 22 Taten verzeichnete die Polizei in 2017. „Spiegel weggetreten, Mercedes-Stern abgeknickt“, zählt Thomas Heiner, Chef des Haller Polizeireviers auf. „Überwiegend Jugendliche, die ermittelt wurden.“

Wegen Rauschgiftdelikten wurden in Obersontheim in den vergangenen Jahren immer wieder Leute belangt. Im vergangenen Jahr waren es elf Delikte. „Wir haben eine Plantage gefunden“, berichtet Thomas Heiner, „sie war in einer Wohnung“.

Schlägereien und Rohheitsdelikte wurden 2017 in 18 Fällen angezeigt (im Vorjahr 24). Die Summe der Diebstähle beläuft sich auf 31 (im Vorjahr 37). Darunter sind zwei Einbrüche in Privatwohnungen, ein Diebstahl aus einer Firma sowie vier Ladendiebstähle.

Unruhe herrsche in Obersontheim immer noch wegen der Schüsse aus einer CO2-Waffe, die in diesem Frühjahr in Obersontheim und Bühlertann abgefeuert worden sind. „Der Polizeiposten Bühlertann hat akribisch nachgeforscht, die Täter wurden ermittelt“, berichtett Heiner. Ein Zeuge hatte in der Nähe der Tatorte eine leere Schachtel gefunden, welche die entsprechenden Patronen enthielt. „Wir konnten anhand der Vertriebswege die Täter feststellen. Es gehört verboten, dass Munition über das Internet vertrieben wird,“ sagt Heiner. Jugendliche könnten ganz leicht den Personalausweis eines Erwachsenen kopieren und sich so als volljährig ausgeben.

Unter den Tatverdächtigen sind drei Kinder, zwei Jugendliche unter 18 Jahren und zwei Heranwachsende; 12,1 Prozent war unter 21. Der Anteil an ausländischen Tatverdächtigen liegt bei 24 Prozent. Drei Flüchtlingen werden Delikte zur Last gelegt (5,2 Prozent)

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