Weinbrunnenfest Weinbrunnenfest: Der Tradition verpflichtet

Familie Binder hilft beim Weinbrunnenfest mit: (von links) Kurt, Manuel, Jule und Andrea. Auf dem Foto fehlt Jochen Binder.
Familie Binder hilft beim Weinbrunnenfest mit: (von links) Kurt, Manuel, Jule und Andrea. Auf dem Foto fehlt Jochen Binder. © Foto: Sigrid Bauer
Sigrid Bauer 19.05.2017
Unzählige Helfer werden beim Weinbrunnenfest gebraucht – besonders zum 50. Jubiläum. Viele junge Vellberger unterstützen die Veranstaltung gern.

Zum Festjubiläum (30. Juni bis 2. Juli) erwartet Vellberg noch mehr Besucher als sonst. Joachim Lehr sagte deshalb gern zu, als ihn die Bürgermeisterin um Mithilfe bat. „Bisher gab es immer nur am Löschbunker Getränke (Anm. d. Red.: die große Scheune von Joachim Trick neben der Apotheke). Dieses Jahr haben wir einen zweiten Getränkestand bei der Basilika (Anm.: die Scheune gleich nach dem Torturm links im Städtle), damit die Leute nicht so lang anstehen müssen“, erklärt er.

Dort will der 23-jährige Talheimer eine oder zwei Schichten übernehmen. Auch beim Auf- und Abbau ist er dabei. „Ich habe viele Freunde bei der Feuerwehr, die kann ich dazu aktivieren.“ Lehr hat sich vorgenommen, das Fest auch in den nächsten Jahren zu unterstützen.

Eine andere Beziehung zum Fest

Andrea Binder ist Ortsvorsteherin von Großaltdorf und Mitglied des Vellberger Gemeinderats. Deshalb ist sie sowieso in einer Schicht als Helferin dabei. „Als Frau Zoll sagte, dass bei den Getränken noch Helfer fehlen, habe ich gleich zugesagt, dass wir nach dem Festumzug am Sonntag den Getränkestand auf der Bastion übernehmen“, berichtet sie. „Wir“ – das sind sie, ihr Mann und die Kinder. Diesen zu vermitteln, „auch mal etwas für die Gemeinschaft zu machen, wofür es kein Geld gibt, damit die Tradition des Festes weiterlebt“ – das, sagt Binder, finde sie wichtig. „Wenn man da mitarbeitet, bekommt man eine ganz andere Beziehung zum Fest.“ Das Weinbrunnenfest bringe die Gemeinde zusammen.

Auch für Nico Ostermann ist das ehrenamtliche Engagement für das Fest seit mehr als zehn Jahren selbstverständlich. „Mit 16 habe ich zum ersten Mal mitgeholfen“, berichtet der 27-Jährige. Seit einigen Jahren kümmert er sich mit ein paar Kumpels um die Beleuchtung am Brunnen, an der Stadtmauer, am Durchgang zum Schloss und an der Bastion. „Ich will auch mithelfen“, meint Ostermann. Dieses Jahr darf es auch ein bisschen mehr sein: Am Freitag- und Samstagabend wird die Bastion zur Disco. Ostermann nimmt sich deshalb den Freitag frei und kümmert sich um die Beschallung, die Beleuchtung und am Freitag als DJ auch um die Musik.

Beim Festumzug am Sonntagmittag ist er einer der Sprecher und wieder für die Beschallung verantwortlich. Selbstverständlich ist er auch beim Abbau wieder mit von der Partie. „Und vielleicht auch noch beim Ausweisen der Parkplätze“, fügt er hinzu. Das ist eine Aufgabe der Feuerwehr, bei der er Mitglied ist. Seine Freundin Stefanie Hägele arbeitet in der Cocktailbar mit, die es das erste Mal gibt – direkt am Brunnen und an allen drei Tagen.