Polizei Der Grund für die Bluttat auf dem Teurershof

Polizei im Teurershof: Die Tat erfolgte im Bereich der Haltestellen, nicht in den Häusern im Hintergrund.
Polizei im Teurershof: Die Tat erfolgte im Bereich der Haltestellen, nicht in den Häusern im Hintergrund. © Foto: Ufuk Arslan/Archiv
WD 15.04.2015
Dem Messerangriff am 21. März auf dem Teurershof ging laut Polizei ein Streit um eine Sachbeschädigung voraus. Sowohl Tatverdächtiger als auch Opfer wollen nicht über die Bluttat sprechen.

Der Samstagabend, an dem vor gut drei Wochen ein 32-Jähriger einen fünf Jahre jüngeren Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzte, hat sich laut Polizei in groben Zügen so abgespielt: Die beiden Männer, der spätere Tatverdächtige und das spätere Opfer, zechten zusammen mit anderen Bekannten in dem Mehrfamilienhaus in der Michaelstraße, in dem der 32-Jährige wohnt.

Der Besuch trat dann die Heimreise an, nur der 27-Jährige blieb bei seinem Kumpel. In der Wohnung eines Mitbewohners kam es dann zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern, der sich draußen fortsetzte. Bei der Haltestelle "Sportplatz" stach der 32-Jährige mit einem Messer auf den 27-Jährigen ein. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Der Mann überlebte, mittlerweile ist er aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nach anfänglichem Schweigen habe der 27-Jährige nun Angaben zur Sache gemacht, teilt Klaus Hinderer, Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Aalen, mit. Der Verdächtige hingegen habe sich bis heute weder geäußert noch habe er gestanden. Alle "relevanten Messer", die in dessen Wohnung gefunden wurden, seien zum Landeskriminalamt geschickt worden, wo sie untersucht würden. Auch das Ergebnis eines rechtsmedizinischen Gutachtens steht noch aus. Es wurde an der Universität Ulm in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie gefährlich die Messerstiche und wie tief sie waren.

Welches Strafmaß droht demjenigen, der die Tat begangen hat? Die Anklage könnte von gefährlicher Körperverletzung bis zum versuchten Totschlag oder Mord reichen, sagt Hinderer. Er betont, dass Überlegungen derzeit nur "Spekulationen" seien: "Wir sind mitten in den Ermittlungen." Fakt ist, dass der 32-jährige Angeklagte die Tat nicht gestanden hat. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Der Anlass des Streits zwischen den beiden Männern an jenem Märztag sei "im Grunde nichtig" gewesen, sagt Polizeisprecher Hinderer: Auslöser sei eine Sachbeschädigung in der Wohnung gewesen.

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