Obersontheim Der Flammkuchen überzeugt die Besucher

Über 30 Helfer kümmerten sich um die Bewirtung.
Über 30 Helfer kümmerten sich um die Bewirtung. © Foto: Rainer Richter
Obersontheim / Rainer Richter 05.06.2018
Das neue Backhäuschen besteht seine Feuerprobe auf dem Untersontheimer Festplatz.

Zwei Tage mit kulinarischen Leckerbissen rund um den Fisch hat der Fischereiverein Untersontheim auf die Beine gestellt. Mit Bierprobe am Samstagabend und Flammkuchen mit Lachs begann das zweitägige Fest. Über 100 Lachsblooze wurden bis nachts um 2 Uhr verkauft. Das Obersontheimer Backhäuschen, das auf den Festplatz an der Turnhalle in Untersontheim versetzt worden war, hat seine Feuerprobe bestanden. Beim Probeessen hatten sich die Vereinsmitglieder offenbar für die richtige Hitzkuchenart entschieden. Nur drei Besucher zögerten zunächst, ihnen wäre ein Schwarzkuchen mit Speck lieber gewesen. „Aber auch sie“, lächelt Vorstand Gerhard Bauer, „ließen sich überzeugen.“

Der Untersontheimer Gottesdienst fand am Sonntag im Grünen statt. Das Sommerwetter lockte so viele Besucher, dass bei den Garnituren nachgerüstet werden musste. Doch die Bewirtung lief wie am Schnürchen. Über 30 Hilfskräfte standen für den Service bereit. Bauer berichtet: „Wir haben aus unserer Erfahrung gelernt. Vor zwei Jahren wollte fast niemand mehr in der Küche helfen oder bedienen.“ Da haben sie radikal das Personal verdoppelt. „Wenn die Arbeit auf viele Schultern verteilt wird, fällt der Stress weg und im Team macht es wieder Spaß.“ Die Gäste wussten den Service zu schätzen. Viele auch junge Helfer standen bereit und servierten postwendend. Freund oder Freundin halfen oft mit und alle waren zufrieden. Die Speisekarte war reichhaltig. Fischgerichte wie Zander oder Forelle, Ofenkartoffeln mit Lachs, aber auch Fleischgerichte standen zur Auswahl. Und lecker ist es sowieso immer.

Der Untersontheimer Fischereiverein veranstaltet nicht nur Feste. Er erfüllt wichtige Aufgaben in seinen Gewässern. Die Mitglieder kümmern sich um den Fischbestand. Jedes Jahr werden Fische neu eingesetzt. „Der Bestand ist in den letzten 20 Jahren zurückgegangen“, weiß Gerhard Bauer. Es liegt nicht an der Wasserqualität der betreuten Gewässer. Die ist mit der Note „Zwei“ nicht zu beanstanden. „Schuld sind die vielen Medikamente, die in das Wasser gelangen, weil die Kläranlagen sie nicht zurückhalten können. Zwar gibt es anderenorts schon Versuche, mit Filtern Medikamentenreste zu absorbieren, aber bis jetzt ist das noch teuer.“

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