Schwäbisch Hall Unicorns: Gegner spürt den Wind im Rücken

Ein Spieler der Haller Unicorns trägt den Ball Richtung gegnerische Endzone, Gegner versuchen ihn aufzuhalten, doch sie sind zu spät dran.
Ein Spieler der Haller Unicorns trägt den Ball Richtung gegnerische Endzone, Gegner versuchen ihn aufzuhalten, doch sie sind zu spät dran. © Foto: ht
Schwäbisch Hall / ht 29.06.2018
Zum Bundesliga-Heimspiel am Samstag erwarten die Unicorns die Mannschaft aus Marburg. Die Gäste haben die drei zurückliegenden Partien gewonnen. Hall steht ungeschlagen an der Spitze.

Die Marburg Mercenaries haben in diesem Jahr Pech auf der Quarterback-Position. Nachdem sich der eigentlich für 2018 eingeplante Spielmacher Alex Thury im vierten Saisonspiel verletzt hat, musste kurzfristig Runningback Silas Nacita einspringen. Parallel suchte man nach Ersatz für Thury und fand diesen in Robert Webber. Webber gab allerdings nur eine kurze Stippvisite von einem Spiel bei den Mercenaries ab, sodass am vergangenen Wochenende erneut Nacita ran musste.

Verstärkung aus North Dakota

 Am Mittwoch vermeldeten die Verantwortlichen der Marburger Mannschaft nun die Verpflichtung von Zac Cunha, der bis letztes Jahr für die Minot State University in North Dakota (Div. II) spielte. Ob er allerdings am Samstag in Schwäbisch Hall schon zum Einsatz kommen wird, lassen die Hessen bislang offen. Gut möglich also, dass beim sogenannten „Sparkassen-Gameday“ im Optima-Sportpark nochmals das Allroundtalent Silas Nacita die Marburger Bälle verteilen wird.

Aber auch wenn Nacita als Runningback oder Receiver eingesetzt wird – er ist der Dreh- und Angelpunkt im Marburger Angriff. Den Schwäbisch Haller Uni­corns ist Nacita schon seit der Saison 2016 bekannt. Damals trat er mit den Marburg Mercenaries an, wechselte für die Saison 2017 nach Frankfurt, bevor es ihn im Winter wieder nach Marburg zog. 2016 und 2017 landete er auf den Plätzen 3 und 4 in der Laufstatistik der Football-Bundesliga, und in diesem Jahr glänzt er als bester Allrounder.

Ein weiterer Schlüsselspieler der Marburg Mercenaries ist Phillip Lanieri, der sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung eingesetzt wird. In der Defense sticht der Safety und Linebacker Neal Howey hervor, der sich bisher als bester Tackler der Hessen präsentierte.

Erfahren und solide

 Trotz der Personalprobleme auf der so wichtigen Spielmacherposition mussten die Hessen bislang nur zwei Niederlagen einstecken. Das zeigt, wie erfahren und solide die Mannschaft aufgebaut ist. Zuletzt gelangen ihnen zu Hause gegen Kempten (28:14), in Stuttgart (30:27) und im Heimspiel gegen Ingolstadt (30:24) drei Siege in Folge.

 „Im letzten Jahr taten wir uns im Heimspiel gegen die Mercenaries sehr schwer, und in diesem Jahr haben sie schon mehrfach einen Rückstand aufgeholt, teilweise sogar in den letzten Spielsekunden“, weiß Halls Headcoach Jordan Neuman. Er warnt: „Wir müssen am Samstag bis zum Schlusspfiff hoch konzentriert sein.“

 „Unsere Verteidigung muss am Samstag sehr variabel sein“, sagt Neuman. „Mit welcher Art von Offense wir konfrontiert sein werden hängt davon ab, wen Marburg uns als Quarterback präsentieren wird.“ Bei dieser Aufgabe werden die Haller verletzungsbedingt auf Linebacker Danny Washington und wahrscheinlich auch weiterhin auf dessen Positionskollegen Daniel Emmanuel verzichten müssen.

 Fehlen wird den TSGlern in den Special Teams auch Kicker Tim Stadelmayr wegen einer Muskelzerrung. In der Offense hofft man auf die Rückkehr von Lineman Christian Rothe, während Receiver Tyler Rutenbeck wohl auch im letzten Spiel vor der vierwöchigen Pause aussetzen muss.

Das Ziel ist klar

„Natürlich wollen wir weiterhin ungeschlagen in die Pause im Juli gehen“, sagt Jordan Neuman, der damit das klare Ziel für das Spiel gegen den Tabellendritten in der Südstaffel der Football-Bundesliga ausgibt.

Info

Das Spiel der Unicorns ist am Samstag auch im Livestream zu verfolgen.

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