IB

Stimmt die Verhältnismäßigkeit noch? - Die Mehrheit der Befragten sagt Nein

Daniel Stoll (22)

Hotelfachmann aus Bühlertann

Ich sehe die gegenwärtige Dimension der Überwachung nicht positiv. Im Kampf gegen den Terrorismus ist sie in gewissem Maße sinnvoll. Aber handelt es sich nicht auch um die Machtspielchen der Staaten, die sich profilieren wollen? Ich überlege mir gut, was ich in sozialen Netzwerken preisgebe.

Daniel Kielczewski (28)

Selbstständiger aus Hall

Die Datensammlung ist auf keinen Fall noch verhältnismäßig zur Gefahrenabwehr. Ich fürchte, dass die Angst der Bürger künstlich geschürt wird - Angst ist das beste Rezept für eine gläserne Gesellschaft. Doch mit Suchmaschinen, die keine Daten speichern, war ich bislang leider nicht zufrieden: Google findet einfach mehr.

Susanne Weber (44)

Physiotherapeutin aus Neuhütten

Oft dachte ich: Eigentlich ist es mir egal, wenn sie wissen, was ich tue. Doch angesichts des jüngsten Skandals werde ich zunehmend beunruhigter. Google nutze ich in dem steten Bewusstsein: So gut kennen mich meine besten Freunde nicht. Dass sich Geheimdienste ein Bild von mir machen können, finde ich beängstigend.

Bernd Schaupp (48)

Drucktechniker aus Hall

Wenn man nur einen Menschen retten könnte, wäre die Datensammlung gerechtfertigt. Aber: Es ist nicht sichergestellt, dass die Daten nur zur Terrorabwehr genutzt werden. Sie wecken die Begierden von anderen Behörden und von Hackern, die um die Wette sammeln. Darum trat ich vor einem Jahr auch aus Facebook aus.