Schwäbisch Hall Grundgerüst für Weltmarktführer-Kongress 2019

Mehrere Jahre hat sich Organisator Walter Döring um einen Auftritt von Nicola Leibinger-Kammüller bemüht. Jetzt gab die charismatische Unternehmerin ihre Zusage.
Mehrere Jahre hat sich Organisator Walter Döring um einen Auftritt von Nicola Leibinger-Kammüller bemüht. Jetzt gab die charismatische Unternehmerin ihre Zusage. © Foto: Archiv
Schwäbisch Hall / Von Heribert Lohr 10.07.2018
im Januar 2019 findet ins Schwäbisch Hall bereit die neunte Auflage des Gipfeltreffens der Weltmarktführer statt. Unter den Gästen: Trumpf Chefin Nicola Leibinger-Kammmüller.

Etwas mehr als ein halbes Jahr ist es noch hin, dann ist Schwäbisch Hall erneut der Treffpunkt von Spitzen aus Politik und Wirtschaft. Obwohl gerade in den zurück­liegenden fünf Jahren bundesweit eine ganze Reihe ähnlich struk­tu­rierte Veranstaltungen geschaffen wurde, hat sich das „Gipfeltreffen der Weltmarktführer“ etabliert.

„Eine gute Idee wird gerne auch übernommen“, kommentierte Initiator und Mitorganisator Walter Döring etwas augenzwinkernd diese Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit. „Grundsätzlich aber“, so der frühere Landeswirtschaftsminister, „haben wir uns bundesweite einen Namen gemacht.“

Hoher Anspruch

Das „gute Standing“ des Gipfeltreffens bei den Entscheidern hat seine Ursache auch darin, dass Döring als Medienpartner nach dem Süddeutschen Verlag die „Wirtschaftswoche“ gewinnen konnte, deren Frontfrau und Herausgeberin Miriam Meckel – zuletzt mit ihrem Buch: „Mein Kopf gehört mir“ in den Hitlisten der Sachbücher vertreten – mit ihrer Moderation und gezielten Unterstützung des Formates den hohen thematischen Anspruch unterstreicht, den Walter Döring und seine Mitstreiter haben. Auch die exzellenten Verbindungen des Hamburger Wirtschaftsblattes sind hilfreich.

„Ein Jahr intensive Vorbereitung“, ist nach Aussage des einstigen FDP-Spitzenpolitikers „unbedingt notwendig“, um ein Gipfeltreffen auf die Beine zu stellen. Auch zwingend geboten: Beharrlichkeit. „Ich habe mich um manche Referenten über Jahre hinweg bemüht, um sie für einen Vortrag zu gewinnen“, gibt Walter Döring Einblicke in die Rolle des Bittstellers, die auch er gelegentlich geben muss, damit sich „Wunschgäste“ trotz ihres eng getakteten Terminkalenders „die Zeit für Schwäbisch Hall“ nehmen. Die Mischung aus Vorabendprogramm, Keynote-Speakern und Diskussionsrunden thematischer Tiefe macht es zwischenzeitlich einfacher, die Zusagen zu erhalten. Das verwundert nicht, denn 90 Prozent der Teilnehmer gehören dem Management, der Geschäftsführung oder der oberen Leitungsebene von Spitzenfirmen an. Die neunte Auflage, vom 5. bis 7. Februar 2019, wird im Wesentlichen dem überarbeiteten Grundmuster der Ausführung dieses Jahres entsprechen. Den Auftakt macht wie immer das CEO-Event im Museum Würth, mit der Gelegenheit für die Firmenlenker, die laufende Ausstellung zu besuchen.

Dem schließt sich am nächsten Morgen der erste Kongresstag in der Bausparkasse an. Wegen „des herausragenden Erfolgs“ und „der enormen Zustimmung“ der Teilnehmer der diesjährigen Veranstaltung, wird der Galaabend wiederum im Carmen-Würth-Forum in Gaisbach stattfinden. Der Abend wird von den Würth-Philharmonikern begleitet, bevor es am nächsten Tag dann erneut in der Bausparkasse weitergeht. Einige große Namen aus der deutschen Wirtschaft stehen bereits fest. Dazu gehören unter anderem Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung von Würth, und Rudolf Pütz, CEO von Vitra,

Ein besonderer Höhepunkt ist sicherlich der Auftritt von Nicola Leibinger-Kammüller, der geschäftsführenden Gesellschafterin und Geschäftsführerin des Ditzinger Laserspezialisten Trumpf, der im Moment die globale Hitliste in der Laser-Technologie anführt. Walter Döring freut sich inständig: „Seit dem ersten Gipfeltreffen, also seit neun Jahren, bemühe ich mich um ihre Teilnahme; super, dass es jetzt geklappt hat.“ Verständlich, denn Leibinger-Kammüller, promovierte Sprachwissenschaftlerin, gehört zweifelsfrei zu den großen Unternehmerinnen in Deutschland, dabei musste sie in die großen Fußspuren ihres Vater Berthold Leibinger treten.

Spannend sicher auch die Ausführungen von Siemens-Chef Joe Kaeser, der direkt von einer Auslandsreise nach Schwäbisch Hall kommen wird. Kaeser stellt sich derzeit der enormen Herausforderung, einen der größten deutschen Maschinenbau-Konzerne umzubauen. Dass Walter Döring auch auf politischer Ebene noch immer gut vernetzt ist, beweist der Auftritt von US-Botschafter Richard Grenell. „Es ist wichtig, dass wir mit unserem nach wie vor wichtigsten Verbündeten, den USA im Gespräch bleiben“, sagt Walter Döring und fügt hinzu: „Noch immer sind die USA unser wichtigster Handelspartner.“

US-Botschafter kommt

Grenell wird auch Schwäbisch Hall die Positionen seines Landes im globalen Handelsstreit darlegen, in dessen Folge große Volkswirtschaften wie China, USA oder Europa sich gegenseitig mit Handelszöllen belegen und die mühselig aufgebauten Plattformen eines „freien Welthandels“ nach und nach aushebeln. Auch elf Firmen aus der Region unterstützen den Austausch höchster Firmenrepräsentanten. Die Vergabe des Awards „Unternehmerisches Herz“ für Betriebslenker „die Entscheidungen mit Vorbildfunktion“ für andere Unternehmer getroffen haben, ist weiterer Baustein des Gipfeltreffens.

500

Teilnehmer werden erneut zum Gipfeltreffen der Weltmarktführer în Schwäbisch Hall erwartet. Insgesamt 30 nationale und internationale Redner beschäftigten sich an zwei Tagen in acht Talks, Impuls- und Diskussionsrunden mit den aktuellen Megatrends des Wirtschaftslebens.

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