Das Füttern von Wildenten verbieten?

SWP 18.04.2015

Das neue Landesjagdgesetz verbietet Bürgern das Füttern der Tiere: Wie finden Sie das?

Andreas Kaspar (51)

Angestellter, Pfedelbach

Entenfütterung unterstützen wir nicht, das haben wir noch nie gemacht. Unsere vierjährige Tochter versteht das gut. Wir füttern keine Wildtiere, weil wir nicht wollen, dass sie sich ungehindert vermehren. Das ist ja ein besonderes Problem in vielen Kommunen und Städten.

Lore Bernet (84)

Rentnerin, Schwäbisch Hall

Meine Freundin verfüttert ab und zu harte Brotstücke. Bei mir werden keine Lebensmittel alt, ich esse meine Sachen. Ich bin im Krieg aufgewachsen, damals war Brot kostbar. Deshalb bliebe bei mir auch nichts zum Verfüttern an Enten übrig. Dass die Tiere nicht gefüttert werden dürfen, das war mir bewusst.

Jürgen Lochner (55)

Techniker, Schwäbisch Hall

Ich nehme an, dass sich da sowieso niemand dran hält. Die Enten hier sind handzahm und nicht wild, die freuen sich ebenso wie die fütternden Kinder über die Brotkrumen. Ich finde das von den Politikern unüberlegt. Und dann gleich so hohe Strafen ohne Gefahr für Leib und Leben zu fordern, das ist falsch.

Christiana Raab (36)

Bauzeichnerin, Schwäbisch Hall

Über dieses Gesetz habe ich mich heute Morgen beim Zeitungslesen schon aufgeregt. Das Entenfüttern macht nicht nur meinen Kindern Spaß, und den Enten schadet es augenscheinlich nicht. Wie sage ich es meinem Einjährigen, dass er nun nicht mehr Enten füttern darf? Das ist doch doof. Text/Fotos: Maya Peters