Einweihung Das „Wunder von Gründelhardt“ ist vollbracht

Vom Modell zur fertigen Halle: Der Bau der Kaltsporthalle wurde vor sieben Jahren von Vereinsvorstand Hermann Conrad (Zweiter von links) unter Bürgermeister Willi Karle (rechts) begonnen und nun von Vorstand Jörn Spiekers (Zweiter von rechts) unter Bürgermeister Jörg Schmidt zu Ende gebracht.
Vom Modell zur fertigen Halle: Der Bau der Kaltsporthalle wurde vor sieben Jahren von Vereinsvorstand Hermann Conrad (Zweiter von links) unter Bürgermeister Willi Karle (rechts) begonnen und nun von Vorstand Jörn Spiekers (Zweiter von rechts) unter Bürgermeister Jörg Schmidt zu Ende gebracht. © Foto: Christine Hofmann
Frankenhardt / Christine Hofmann 17.07.2018
Mit einem Helferfest feiert der SV Gründelhardt-Oberspeltach die Fertigstellung der Kaltsporthalle.

Nach sieben Jahren Bautätigkeit und rund 10 000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit ist die Kaltsporthalle des SV Gründelhardt-Oberspeltach fertig. Am Freitag haben Vereinsmitglieder, Vertreter der Gemeinde Frankenhardt, des Sportkreises Schwäbisch Hall, der Firmen und die vielen Helfer, die den Bau der Sporthalle tatkräftig, finanziell oder ideell unterstützt haben, Einweihung gefeiert.

Jörn Spiekers, Vorsitzender des Ressorts Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, bezeichnete das Bauwerk als „Wunder von Gründelhardt“: „Hier haben Menschen sieben Jahre lang an einem Ziel gearbeitet, sie haben Freizeit und Lebenszeit gegeben, sie haben sich mit wenig Geld, unendlich viel Geduld, großem handwerklichen Geschick und Einfallsreichtum gemeinsam eine Fußballhalle geschaffen“, sagte Spiekers. Stets hätten sie zusammengehalten, nie den Mut verloren und sie seien auch heute noch Freunde und Kameraden. „Das ist ganz bestimmt in der heutigen Zeit ein Wunder.“

Viele Unterstützer

Spiekers dankte allen Unterstützern des Bauwerks. Ganz besonders hob er die Leistung von Balder Batran hervor, der ehrenamtlich die Pläne gezeichnet hat, sowie von Wolfgang Windmüller, der die Statik berechnete und die Bauleitung übernahm – ebenfalls ohne dem Verein eine Rechnung auszustellen. Außerdem dankte der Vorsitzende den Mitgliedern des Bauausschusses und den Frankenhardter Firmen, die das Projekt durch verschiedene Sonderkonditionen förderten.

Zwei Vereinsmitglieder haben den Kalthallenbau mit besonders hohem ehrenamtlichen Einsatz vorangetrieben: Friedrich Bäuerlein und Hermann Köhnlein. Der ursprünglich als Maistreich formulierte Titel „Köhnlein-Arena“, merkte der ehemalige Vorsitzende Hermann Conrad an, sei durchaus zutreffend.

Hermann Conrad blickte in seiner Ansprache auf die Baugeschichte zurück. Er erzählte sie in Form eines Märchens, schließlich sei hier Märchenhaftes entstanden. „Aus einem Luftschloss ist ein Bauwerk aus Stein und Holz geworden“, sagte Conrad und dankte allen, die an der Verwirklichung dieses kühnen Traums beteiligt waren.

Bürgermeister Jörg Schmidt sprach bei der Einweihung von einem „fast schon historischen Augenblick“. Die Kaltsporthalle eröffne dem Sport in der Gemeinde neue Perspektiven. Die Sportanlagen von Gründelhardt hätten sich mit der Kalthalle zu einem Sportzentrum entwickelt.

Barrierefreier Zugang

Schmidt: „Es ist bemerkenswert, dass bei diesem Projekt Planung, Finanzierung und Realisierung komplett in den Händen des Vereins lagen. Das ist aller Ehren wert.“ Parallel habe die Gemeinde im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt durch neue Parkplätze, einen barrierefreien Zugang sowie weitere Parkplätze in der Seetalstraße das Umfeld der Sportanlagen deutlich verbessert.

Teamgeist nicht nur beim Sport

Die Glückwünsche des Sportkreises Schwäbisch Hall überbrachte Martin Vinnai. „Sie sehen mich hier tief beeindruckt stehen, für alles, was Sie hier geleistet haben“, sagte Vinnai. Er wünschte dem Verein, dass er sich den Geist, gemeinsam etwas zu schaffen, erhalten möge. Den Teamgeist, der nicht nur im Sport, sondern besonders bei diesem Bauprojekt deutlich werde, hob auch Architekt Balder Batran hervor: „Ein Verein wie der SV Gründelhardt-Oberspeltach lebt vom Ehrenamt und das Ehrenamt ist ein Indiz für eine intakte Gesellschaft.“

Der Gemeinschaftssinn blieb auch nach dem Festakt noch lange spürbar. Und so manches Gespräch drehte sich an dem lauen Sommerabend vor der neuen Kaltsporthalle um das „Wunder von Gründelhardt“.

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