Was im Corona-Hotspot Crailsheim bereits gilt, wird ab Donnerstag, 18. März, auch für alle anderen Gemeinden im Kreis Schwäbisch Hall Realität. Das Landratsamt hat am Mittwoch per Allgemeinverfügung beschlossen, dass Einzelhändler, die aktuell im Lockdown öffnen dürfen, ab sofort die Anzahl der Kunden weiter reduzieren müssen, die sich gleichzeitig in ihrem Verkaufsraum aufhalten. Als Maßstab gilt, dass jeder Kunde 20 Quadratmeter Verkaufsfläche benötigt. Wird diese unterschritten, dürfen weitere Kunden nicht hereingelassen werden. Bei Geschäften, deren Gesamtverkaufsfläche 20 Quadratmeter unterschreitet, darf sich jeweils nur ein Kunde im Verkaufsraum aufhalten. Bislang hatten Händler bei der Beschränkung ihrer Kundenzahl lediglich darauf achten müssen, dass die Abstandsregel von 1,5 Metern eingehalten werden kann.
Die Allgemeinverfügung ist befristet bis zum 11. April. Sie wird auch dann aufgehoben, wenn bei der 7-Tages-Inzidenz im Kreis Hall der Wert von 200 an mindestens drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde.
Das Landratsamt begründet die Maßnahme mit der seit vielen Tagen stetig steigenden Corona-Inzidenz im Landkreis Schwäbisch Hall. Bisherige Maßnahmen wie beispielsweise die nächtliche Ausgangssperre oder der Stopp von Schulöffnungen seien demnach nicht ausreichend, um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Landkreis Schwäbisch Hall