Die Haller Sektion von Soroptimist International hat neun aufbereitete Laptops an Teilnehmerinnen des Alleinerziehendenprojekts Alma gespendet. Weitere fünf Laptops gingen an das Projekt „X-tra4U“ an der Gemeinschaftsschule im Haller Westen, wie die Service-Vereinigung mitteilt.

Empfänger sind Familien, denen die technische Ausstattung fehlt, damit die Kinder am virtuellen Klassenzimmer teilnehmen oder die Schulaufgaben am PC erledigen können. Bei der Übergabe in den Räumen der Volkshochschule wird deutlich, dass die Herausforderungen des Corona-Lockdowns durch fehlendes Equipment verschärft wurden. Die Schularbeiten mit dem Handy, das den meisten Familien zur Verfügung steht, waren anstrengend und zeitaufwendig. „Dauernd musste man vergrößern, dann wusste man nicht mehr, wo man war. Das Handy musste immer wieder neu entsperrt werden, sodass die Kinder irgendwann gar keine Lust mehr hatten“, berichtet eine Mutter zweier Söhne.

Rot am See / Ellwangen

Nordica Hansen-Nettleton, die derzeitige Präsidentin der Haller Sektion von Soroptimist International, stammt aus Kanada und hätte für ihre Präsidentschaft eigentlich erwartet, mit einem internationalen Projekt betraut zu werden. Dass es jetzt ein lokales Projekt in Schwäbisch Hall geworden ist, findet sie aber gut. Die Wirkung der Spende bekommt sie so unmittelbar mit. Wie Mitorganisatorin Kathrin Schmedt bemerkt, sind die Empfängerinnen der Laptops auch international aufgestellt: Sie stammen aus Deutschland, Togo, Eritrea, der Türkei und dem Libanon.

Unterstützung von Computer-AG-Schülern und Nachhilfe

Hansen-Nettleton arbeitet als Lehrerin. Sie hat zwei Computer-AG-Mitglieder ihrer Schule dazu gewonnen, technische Unterstützung über das Telefon anzubieten, falls es Probleme gibt. Ein weiteres Angebot der Soroptimistinnen: Online-Nachhilfe in Mathematik, Deutsch, Englisch und Latein. Damit können Wissenslücken geschlossen werden, die während der Schulschließungen entstanden sind.

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