• Bei Würth im Hohenlohekreis ist eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden
  • Auch bei der Firma Binder in Künzelsau ist die Mutation aufgetaucht.
  • Die 7-Tage-Inzidenz ist daraufhin deutlich in die Höhe gegangen
Die Nachrichten aus dem Hohenlohekreis sind alles andere als beruhigend. Das Gesundheitsamt in Künzelsau hat am Samstag 51 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Zwar kamen am Sonntag keine neuen Fälle und am Montag lediglich drei Infektionen hinzu. Dennoch liegt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 130,5 - die höchste im Land Baden-Württemberg.
In den vergangenen sieben Tagen waren rund 150 Neuinfektionen registriert worden. „Dieser dynamische Anstieg lässt sich auf die bereits bekannten Ausbruchsgeschehen zurückführen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sei von „einer äußerst angespannten Lage“ die Rede. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises sei auch am Wochenende im Einsatz, um alle Infektionsketten nachzuvollziehen und die notwendigen Quarantänemaßnahmen anzuordnen“, wird Erster Landesbeamter Gotthard Wirth zitiert.

Nach Corona-Ausbruch bei Würth wird britische Mutation nachgewiesen

Allein zwischen dem 1. und 4. Februar wurden dem Landesgesundheitsamt durch das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises rund 70 Neuinfektionen gemeldet. Drei Ausbruchsgeschehen sind am Freitag ausgemacht worden.

Künzelsau

In einem der vier Logistikzentren des Werkzeug-Handelsriesen Würth hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montagabend der dpa bestätigte, sind etwa 40 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei der Überprüfung im Labor wurde in drei Fällen festgestellt, dass es sich um die noch ansteckendere Corona-Mutation aus Großbritannien handelt. Es werde damit gerechnet, dass in weiteren Proben diese Virusvariante nachgewiesen wird. Zuerst hatte die „Heilbronner Stimme“ über den Ausbruch berichtet.
Weitere Ergebnisse stehen laut Landratsamt aus. Der Nachweis der neuen Virusvariante habe zur Folge, dass Quarantänemaßnahmen auf Haushaltsangehörige von Kontaktpersonen erweitert werden. Zudem werde die Quarantäne für alle Betroffenen von 10 auf 14 Tage erhöht, teilte der Hohenlohekreis am frühen Montagabend mit.
Betroffen seien auch eine Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Öhringen und eine nicht Corona-konforme private Veranstaltung im Raum Zweiflingen. Durch Letztere steigen die Zahlen im Raum Bretzfeld. Das Landratsamt wolle den Verstoß in Abstimmung mit den Ortspolizeibehörden „entschlossen und deutlich ahnden“. Für alle positiven Fälle sowie die Kontaktpersonen seien Quarantäne angeordnet worden.