Schwäbisch Hall Christustag in der Glocke – Protestanten besuchen Krankenhaus

Die Band der Kirchengemeinde Westheim-Uttenhofen, Reasone, unterhält das Publikum mit moderner christlicher Musik. 
Die Band der Kirchengemeinde Westheim-Uttenhofen, Reasone, unterhält das Publikum mit moderner christlicher Musik.  © Foto: Privatfoto
THUMILAN SELVAKUMARAN 28.05.2016
Rund 300 evangelische Christen fanden an Fronleichnam den Weg zum Christustag in die Glocke Schwäbisch Hall. Das Motto lautet „Jesus – unser Friede“.

Die Referenten legten unterschiedliche Schwerpunkte: Schwester Cornelia Weinmann vom Diakonissen-Mutterhaus Aidlingen betonte die Bedeutung, die Jesus für die Menschen habe. Egal in welchem Rahmen sie sich bewegen und was sie prägt: Jesus wolle in unser Leben kommen und unsere Unsicherheit, Desorientierung und Schuld überwinden, sagte Weimann.

Im zweiten Vortrag lenkte Dietmar Kamlah, Vorsitzender der Süddeutschen Gemeinschaft, den Fokus vom Ich auf das Wir. Der Zusammenhalt aller Christen liege im gemeinsamen Bezugspunkt: Jesus Christus. Streitigkeiten und Probleme entstünden in christlichen Gemeinden immer dann, wenn anstelle der Person Jesus Dinge oder bestimmte Lehren gestellt würden.

Die Moderatoren und Mitverantwortlichen für den Tag, Andrea Bleher, Synodale aus Untermünkheim, und Matthias Bilger, Pfarrer in Westheim, freuten sich über den großen Zuspruch der Teilnehmer: “Es wurde deutlich, dass der Glaube nicht in den Kirchenmauern bleiben, sondern zu den Menschen getragen werden soll.“

Dies zeigte sich  am Nachmittag: Verschiedene Gruppen besuchten das Diakonie-Klinikum sowie Alten- und Pflegeheime der Stadt und überbrachten durch Lieder und Gebete die Botschaft von Jesus, dem Friedensstifter.

Der Christustag hat in Württemberg eine lange Tradition. In diesem Jahr wurde er zum 60. Mal begangen. Veranstaltet wurde er von der Christusbewegung „Lebendige Gemeinde“. Für die musikalische Umrahmung sorgten eine Band aus Westheim und der Posaunenchor aus Gschwend.