CD-Kritik

KATHARINA GOTTSCHALK 08.10.2015
Wer auf Hardrock, Grunge und Metal steht, kommt an dieser Band nicht vorbei. Sie hat definitiv einen höheren Bekanntheitsgrad verdient.

USA 2015 / Atlantic (Warner) /

11 Lieder / Hörtipps: "Asking for it", "Cut the cord", "Thick as thieves", "Black Cadillac"

Mit ihrem fünften Studioalbum wollen die Amerikaner die Chartplatzierungen der letzten Alben Amaryllis (2012) und The sound of madness (2008) noch verbessern. Das dürfte nicht einfach werden, denn beide Alben boten richtige Kracher. Am populärsten ist die Band bisher in ihrem Heimatland; in Europa dagegen ist ihr Bekanntheitsgrad noch gering. Was schade ist, denn Shinedown machen eine interessante Mischung aus Hard Rock, Grunge und Metal. Die erste Singleauskopplung Cut the cord ist in den USA auf Platz 1 der Rock-Charts geschossen. Der Song beinhaltet alles, was ein guter Rocksong haben muss: Harte Gitarrenriffs, passende Bridges und einen aggressiv-melodiösen Gesang von Sänger Brent Smith. Der Kinderchor zu Beginn des Songs zieht einen sofort hinein.

Auch mit dem Rest des Albums wird versucht, den Hörer mitzureißen in die düstere Atmosphäre des Metal und Hard Rock. Outcast ist tief gestimmt, mysteriös und treibend - zum Headbanging geeignet.

Aufhellend wirkt How did you love. Aber anders, als man beim Titel zunächst vermutet, handelt es sich nicht um ein Liebeslied, sondern um eine Hymne an das Leben. Die Musiker singen davon, dass am Ende nur zählt, wie und ob man genug geliebt hat.

Alles in allem wirkt Threat to survival etwas poppiger als die letzten beiden Erfolgsalben - auch wenn das für eingefleischte Rockfans ein absolutes No-Go ist.

Melodischer Hardrock, der stellenweise härter sein könnte - trotzdem sehr hörenswert.

Staind, Seether, Black Stone Cherry, Theory of a dead man

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