Untermünkheim Bürgergespräch ins lockerer Runde

Einige Sorgen und Nöte drücken die Enslinger. Beim Gespräch im Bürgerhaus gehen die Untermünkheimer Gemeinderäte und Bürgermeister Christoph Maschke darauf ein.
Einige Sorgen und Nöte drücken die Enslinger. Beim Gespräch im Bürgerhaus gehen die Untermünkheimer Gemeinderäte und Bürgermeister Christoph Maschke darauf ein. © Foto: Oliver Färber
Untermünkheim / Oliver Färber 10.11.2018
Über ein dutzend Interessierte sind am Mittwochabend ins Bürgerhaus Enslingen gekommen - und haben das Angebot angenommen, mit Gemeinderäten und Bürgermeister ins Gespräch zu kommen.

Mehr direkten Kontakt zu den Bürgern haben sich Untermünkheimer Gemeinderäte und Verwaltung der Kommune auf die Fahne geschrieben – mit lockeren Gesprächen. Am Mittwoch kamen einige Enslinger im Bürgerhaus dazu zusammen.

Wie es denn mit weiteren Bauplätzen im Ort aussehe, wollte ein Mann wissen. „Die Außenentwicklung ist in Enslingen schwer“, antwortete Bürgermeister Christoph Maschke. Der Ort sei von regionalen Grünzügen und Landschaftsschutzgebieten umgeben, die derzeit keine Neubaugebiete mehr erlaubten. „Man kann nur noch in der Innenentwicklung Potenziale erschließen“, so der Schultes.

Innenentwicklung gefragt

Dazu sei man aber auf die Mitarbeit von Grundstücks- und Gebäudeinhabern angewiesen. Wer ein leerstehendes Gebäude besitze, könne auch Fördermittel erhalten, um dieses als Wohnraum zu aktivieren. Maschke lud Interessenten ein, sich darüber bei der Gemeindeverwaltung zu informieren.

Ein Mann machte sich Sorgen, ob die Kläranlage ausreiche, wenn die Kommune weiter wachse. „Sie ist auf 4500 Einwohnerwerte ausgelegt. Das reicht“, beruhigte der Schultes.

Ein Bürger wollte wissen, wie es mit der Sanierung in Enslingen vorangehe. „Unser Ziel ist, dass nach der Winterpause der Bagger anrollt“, so Maschke. Die Zuschüsse seien bewilligt. Vorher sei aber noch eine ausgiebige Bürgerinformationsveranstaltung geplant.

Auch Beschwerden gab es. Beispielsweise über Hundebesitzer, die ihr Tier – sogar ohne Leine – auf den Friedhof mitnähmen, und sich ohne eine aushängende Ordnung auf dem Gelände weigerten, dies zu unterlassen.

Fragen zur Feuerwehr

„Es steht im Ortsrecht, dass das nicht erlaubt ist. Dort steht, dass dort keine Hunde zugelassen sind. Das muss nicht einmal ausgehängt werden“, erklärte der Bürgermeister. Auch das die angebotenen Hundekotbeutel nicht richtig entsorgt, sondern in die Wiesen geworfen werden, sahen Bürger wie Volksvertreter als Unding an.

Was nun mit Käferholz geschehen soll, wenn man es nicht mehr verbrennen dürfe, wollte ein Mann wissen. Außer es zum Sammelplatz zu bringen, wusste Maschke auch keine Lösung. „Die Leitstelle nimmt keine Anmeldungen für ein Feuer aus Haftungsgründen mehr an“, erklärte er. So könne es sein, dass die Feuerwehr komme, wenn man ein Feuer mache – und wer das Feuer entzündet habe, müsse anschließend den Einsatz bezahlen.

„Es sieht doch gut aus bei uns in Enslingen“, resümierte ein Mann – und fügte mit einem Lächeln hinzu: „Und die, die meckern, ziehen eh wieder weg.“

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