Schwäbisch Hall / Kerstin Vlcek  Uhr
Der Brunnen in der Gelbinger Gasse bleibt vorerst mit einem Holzverschlag abgedeckt.

Was wie ein Provisorium aussieht, bleibt wohl eine Dauerlösung: Aus dem seit einiger Zeit mit Brettern abgedeckten Gerbersbrunnen in der Gelbinger Gasse wird auch künftig kein Wasser fließen. Im vergangenen Jahr wurde der Brunnen vor dem Landratsamt außer Betrieb genommen. Das teilt Patrick Domberg, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters, auf Nachfrage mit. „Er wird mit Frischwasser betrieben“, begründet er. Da die Stadt Kosten und Ressourcen schonen möchte, wird sich dort an heißen Tagen wie derzeit niemand mehr abkühlen können. Denn es handle sich nicht um einen Umlaufbrunnen, sondern er habe einen direkten Anschluss zum Frischwasser. Danach, dass der Brunnen in Zukunft wieder gespeist wird, „sieht es momentan nicht aus“, sagt Domberg.

Brunnenfigur zerstört

Wenigstens steht seit vergangenem Jahr wieder die Figur, die den Brunnen ziert. 2016 wurde sie von unbekannten Tätern vom Sockel gerissen und auf den Boden geworfen. Sie zerbrach dabei in rund 50 Stücke. Zuerst hieß es, die Brunnenfigur sei irreparabel zerstört. Doch dann konnte sie von Restaurator Roman Legner wieder zusammengesetzt werden. Seitdem kann der Gerberlehrling mit dem aus Muschelkalk nachgebildeten Schabeisen wieder der Bearbeitung des Leders nachgehen. Denn die Figur erinnert an die in der Gelbinger Gasse ansässigen Gerber im Mittelalter.

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