Technik Britisches Geheimagentenflair im Langenburger Automuseum

Langenburg / Oliver Färber 14.03.2018

Wer an den britischen Kino-Geheimagenten Jamens Bond denkt, verbindet 007 auch mit seinen besonderen Fahrzeugen. Drei davon warten bereits jetzt schon im Deutschen Automuseum Langenburg auf die Eröffnung. Die Winterpause endet am 24. März. „Ich hoffe, dass wir auch noch einen Aston Martin bekommen“, meint Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg.

Doch die Ente, das Motorrad und der Sunbeam, die in den Filmen zu sehen waren, machen viel her. Dazu gibt es noch etliche Utensilien. „Da ist ein Raketenrucksack drin“, nennt David König, Leiter Tourismus auf Schloss Langenburg, ein Beispiel und zeigt auf ein Paket. Noch ist nicht alles ganz fertig für die neue Saison, aber es ist ja noch Zeit.

Seit 2012 ist das Museum, das 1970 als eines der ersten markenunabhängigen seiner Art eröffnet wurde, an einer Umstrukturierung. Zu den Neuerungen gehören auch die Themenwelten, von denen mindestens eine pro Jahr wechselt. Dabei lautete das Motto immer Menschen, Auto, Geschichten. „Wir zeigen die Autos und die Geschichten von Menschen, die dazu gehören“, so der Adlige. Der neue Geheimagententeil ergänzt die bereits im letzten Jahr gestartete Sonderausstellung „very British“. Ein Leihgeber aus Hannover hatte die Langenburger informiert, dass er passende Stücke von 007 zur Verfügung stellen könnte.

Dass sich die Ausstellung heute auch während einer Saison verändere, erklärt der Fürst so: „Oldtimer sind heute agil.“ Wer ein besonderes Fahrzeug besitze, fahre auch damit – verzichte nicht mehr mehrere Monate darauf. Allerdings könnten auch viele Stücke dank der Kooperation beispielsweise mit dem Porsche-Museum, mit dem Sinsheimer Technik-Museum, mit dem Mercedes-Museum oder der Wolfburger Autowelt in Langenburg bleiben. „Und gemeinsam entstehen auch immer wieder lustige, gute Ideen“, berichtet König.

Die Frage sei dabei immer, was der Besucher wolle. „Es gilt der Satz, der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“, meint Philipp zu Hohenlohe-Langenburg und grinst.

Oldtimer und Neuwagen

„Schulklassen wollen natürlich auch etwas Rassantes sehen“, weiß der Autofan. Deshalb gibt es auch eine Sonderausstellung zu 70 Jahre Porsche-Sportwagen. Dafür steht schon ein aktueller Carrera GT in glänzendem Silber in Langenburg. Ein 356er steht bereits im Museum. Er gehörte dem Rennfahrer Richard von Frankenberg, der das Deutsche Automuseum gemeinsam mit Fürst Philipps Vater gegründet hat.

In den dritten Themenbereich passt der 914/6, den Porsche nur als Designfahrzeug bei einer Messe gezeigt hat. Er wurde vom Industriedesigner Graf Görtz gestaltet – und gehört in Langenburg nun zur Zeitkapsel, die sich Konzept- und Designmodellen sowie besonderen Antrieben widmet. Dazu gehört auch der K3, der letzte noch erhaltene Kamm-Wagen, der besonders auf Aerodynamik setzt.

Wer denkt, nur der Transport und die Organisation der Fahrzeuge sei finanziell aufwändig, vergesse einen Fakt: die steigenden Versicherungskosten. „Wir müssen es schaffen, diese über die Einnahmen zu generieren“, so der Fürst. Das sei bei rund 15 000 Besuchern im Jahr immer schwieriger.

Info Das Automuseum öffnet am Samstag, 24. März, erstmals wieder von 10.30 bis 17 Uhr. Weitere Öffnungszeiten sind unter www.deutsches-automuseum.de abrufbar.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel