Engagement Braunsbacher TSV weiht neues Beachvolleyballfeld ein

Sportkreisvorsitzender Josef Singer (links) lobt die Braunsbacher für ihre unermüdlichen Mitglieder, die ehrenamtlich bei Bauprojekten anpacken. Deutlich ist sichtbar, welcher Aufwand betrieben worden ist, um das neue Beachvolleyballfeld in den Hang zu graben.
Sportkreisvorsitzender Josef Singer (links) lobt die Braunsbacher für ihre unermüdlichen Mitglieder, die ehrenamtlich bei Bauprojekten anpacken. Deutlich ist sichtbar, welcher Aufwand betrieben worden ist, um das neue Beachvolleyballfeld in den Hang zu graben. © Foto: Oliver Färber
Braunsbach / Oliver Färber 23.07.2018
Viel Geld und Arbeit haben die Braunsbacher TSV-Mitglieder erneut in ihren Sportpark gesteckt: Offiziell wurden nun Beachvolleyball- und ein Kleinspielfeld eingeweiht.

Ein umzäuntes Beachvolleyballfeld samt Flutlicht, eine Hütte für Gerätschaften und zur Bewirtung, eine Außendusche, dazu ein Kleinspielfeld vor allem für die Fußballjugend: Der Turn- und Sportverein (TSV) Braunsbach hat bei der Einweihung am Freitagabend wirklich Grund zum Feiern. Der Sportpark ist damit um weitere Attraktionen gewachsen. „Jetzt kann sich der TSV wieder auf den Sport konzentrieren und nicht aufs Bauen“, meint Heiko Dietrich verschmitzt. Ob der rührige Vorsitzende das wohl einhält?

Hinter vorgehaltener Hand haben er und seine Mitstreiter es noch nicht aufgegeben, auch eine neue Sporthalle in das Ensemble am Kocher zu integrieren.

In seiner Rede erklärt Dietrich wie es überhaupt zur Idee des Sportparks gekommen ist: Bei einem Termin in Neuenstadt am Kocher habe er dieses Modell gesehen. „Egal wann bewegt sich dort etwas. Das fand ich toll für uns“, so der TSV-Vorsitzende. Als die Pläne für das Kunstrasenspielfeld entworfen wurden, sei deshalb gleich das Beachvolleyballfeld berücksichtigt worden. „Damals habe ich gedacht, wir machen das in 15 Jahren. Nun haben wir es jetzt schon“, freut sich Dietrich. Der Sportpark sei aber nur entstanden, weil der gesamte Verein zusammengearbeitet habe – nicht nur einzelne Abteilungen. Viele haben mit angepackt, auch jetzt beim neuen Sandfeld, haben Rabatten, Flutlicht, Strom gelegt und gebaggert. „Wir haben hier ein gutes Konzept. Eine Basis für die Zukunft“, so der Vorsitzende.

Sportkreisvorsitzender Josef Singer erinnert sich an die Tage nach dem Unwetter in Braunsbach. „Wenn man da die Schäden gesehen hat, versteht man, dass man erst wenig Überblick gehabt hat“, sagt er. Damals habe man auch im Sportpark sicher nicht an das Beachvolleyballfeld gedacht. „Da hatte man andere Sogen“, meint Singer. Nun sei es aber auch wieder Zeit gewesen, sich Gedanken um die Zukunft zu machen, dafür aktiv zu werden. Sein Lob gilt den unermüdlichen Ehrenamtlichen. Besonders richtet er sich damit an Dietrich, der so engagiert sei.

Traumanlage in Braunsbach

Matthias Schwarz als Abteilungsleiter Volleyball hat die Arbeiten begleitet. Als im Februar 2011 das Begehren im Verein aufgekommen sei, einen Kunstrasenplatz zu bauen, hätten die Volleyballer gleich auch Bedarf an einem Beachfeld angemeldet. „Wenn es draußen warm ist, will niemand mehr in der Halle spielen“, lautet einer der Gründe. Nach Langenburg zu fahren, um auf dem dortigen Platz im Freibad zu spielen, habe zudem immer Zeit und Geld gekostet.

„Es ist hier jetzt ein Traumanlage“, schwärmt Schwarz. Leicht hat man es sich auch nicht gemacht: Die Verantwortlichen hätten sich alleine vorher acht Proben Sand schicken lassen, um die richtige Sorte auszuwählen. „Dieser verklumpt nicht, wenn es nass wird“, erklärt der Volleyballer. Dafür habe er mehr gekostet. „Aber den haben wir jetzt ewig“, fügt er hinzu.

Deshalb habe man sich auch entschlossen, das Gelände einzuzäunen und abzuschließen. „Er ist aber für jede TSV-Abteilung geöffnet, alle können einen Schlüssel haben“, stellt er klar. Man wolle nur Vandalismus vorbeugen.

Dass das Projekt viel Unterstützung gefunden hat, zeigten die Spenden von rund 5000 Euro und Firmen, die ihre Arbeit eingebracht hätten. Der Württembergische Landessportbund will 6000 Euro beisteuern.

„Alles das macht Braunsbach aus“, findet Bürgermeister Frank Harsch. Das Beachvolleyballfeld sei ein Highlight für den Ort.

33

Tausend Euro wurden in das neue Beachvolleyballfeld gesteckt. Dazu kommen noch rund 600 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden der Mitglieder – vor allem der Volleyballer.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel