Kriminalstatistik Braunsbach: Autobahn bringt Straftaten

Dieses Archivfoto zeigt einen Hund, der bei einer Kontrolle auf dem Autobahn-Parkplatz bei Braunsbach geschmuggelte Zigaretten erschnüffelt.
Dieses Archivfoto zeigt einen Hund, der bei einer Kontrolle auf dem Autobahn-Parkplatz bei Braunsbach geschmuggelte Zigaretten erschnüffelt. © Foto: privat
Braunsbach.  / Elisabeth Schweikert 29.08.2018
In der „Perle des Kochertals“, wie Braunsbach für sich wirbt, geht das Leben in dörflicher Beschaulichkeit seinen Gang.

In der „Perle des Kochertals“, wie Braunsbach für sich wirbt, geht das Leben in dörflicher Beschaulichkeit seinen Gang. Zwar steigt die sogenannte Häufigkeitszahl (Straftaten in der Gemeinde hochgerechnet auf 100.000 Menschen) von 2066 im Jahr 2016 auf 2271 im vergangenen Jahr.

Tatsächlich ist jedoch die Zahl der Delikte nur um vier gestiegen, von 52 auf 56 Straftaten. Die deutliche Steigerung der Häufigkeitszahl resultiert aus dem Bevölkerungsschwund zwischen 2016 und 2017: Die Zahl der Einwohner sank von 2518 auf 2466.  „Braunsbach ist relativ unauffällig“, stellt Thomas Heiner, Leiter des Polizeireviers Schwäbisch Hall, fest. Vieles, was an Kriminalität auf Braunsbacher Gemarkung notiert wird, ist „importierte Kriminalität“ durch die Autobahn. Dass auf dem Parkplatz Kochertal so viele Lastwagen nachts parken, wirkt sich aus: Seit Jahren kommt es dort immer wieder vor, dass Planenschlitzer und Dieseldiebe unterwegs sind und von den Transportern die Ladung stehlen oder Treibstoff abschläucheln.

Mehr Rauschgiftdelikte

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Diebstähle im gesamten Gemeindegebiet Braunsbach rückläufig, elf wurden angezeigt. 2014 war der bisherige Höhepunkt mit 58 Diebstahlsdelikten.  Leicht steigend ist die Zahl der Rauschgiftdelikte, von vier auf acht. Angezeigt wurden auch Rohheitsdelikte: fünf waren es 2016, neun 2017.

Geringe Jugendkriminalität

Eine Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurde 2017 angezeigt. „In Braunsbach war ein Exhibitionist unterwegs“,  sagt der Haller Polizeichef Thomas Heiner. Der Anteil der Flüchtlinge an den Tatverdächtigen in Braunsbach liegt bei Null. Der Anteil der Jugendlichen unter Tatverdacht sogar bei nur 10,8 Prozent (vier Kinder und Jugendliche).

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