Landkreis Brauer im Kreis Hall verzeichnen 2014 höheren Bierabsatz

Beim Public Viewing, wie zur Fußball-WM 2014, gönnen sich viele Fans ein kaltes Bier. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist bis September der Bierabsatz in Baden-Württemberg um 4,1 Prozent gestiegen. Archivfoto: Marc Weigert
Beim Public Viewing, wie zur Fußball-WM 2014, gönnen sich viele Fans ein kaltes Bier. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist bis September der Bierabsatz in Baden-Württemberg um 4,1 Prozent gestiegen. Archivfoto: Marc Weigert
Landkreis / VIKTOR TASCHNER 20.11.2014
Das Bier trinken ist im Land der Teutonen eine jahrhundertealte Tradition. Auch im Südwesten ist es heute noch so. Einige Bierbrauer aus der Region melden ein Absatzplus im laufenden Geschäftsjahr.

Der baden-württembergische Brauerbund meldet für das laufende Geschäftsjahr positive Zahlen. "Der Gesamtbierabsatz im Ländle legte im September um 3,1 Prozentpunkte zu", ist einer Pressemitteilung des Brauerbundes zu entnehmen. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahrs sei der Bierabsatz im Jahr 2014 sogar um 4,1 Prozent gestiegen (bundesweit nur 1,1 Prozent). Im laufenden Jahr verkauften die 185 baden-württembergischen Braustätten 494 Millionen Liter Bier, 20 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum.

"Wir liegen beim Absatz einiges über dem baden-württembergischen Durchschnitt", erklärt Wilhelm Fach von der Crailsheimer Biermanufaktur Engel. Der Inhaber möchte keine Zahlen nennen. Er verweist darauf, dass seine Brauerei viele Produkte im Sortiment habe. Rohstoffe wie die Gerste bezögen die Crailsheimer aus der Region, um nachhaltige Produkte anbieten zu können. Das wisse der Verbraucher zu schätzen, so Fach, der damit den Trend zu regionalen Bieren bestätigen kann, den der Brauerbund erkannt haben will.

"Wir merken von diesem Trend nichts, sonst hätten wir mehr verkauft", erläutert hingegen Gerhard Kleinheinz von Franken Bräu in Riedbach bei Schrozberg. Der Absatz bewege sich auf dem Vorjahresniveau. Der Juli und der August seien schlechte Monate wegen des verregneten Wetters gewesen.

Die Adlerbrauerei von Carl Schmetzer hat ihren Sitz in Michelbach an der Lücke. "Regionales Bier setzt sich auf dem Land nur langsam durch. Es ist ein harter Preiskampf", sagt Sigrid Jäger von der Michelbacher Brauerei. Konkrete Zahlen zum Absatz habe sie nicht parat, "aber vom Gefühl her ist er zum Vorjahr ein bisschen angestiegen". Das Hefe-Pils sei der Renner, so Jäger.

Auch "ein bisschen" über dem Landesdurchschnitt läge der Absatz bei der Haller Löwenbrauerei, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Peter Theilacker. Das Augustgeschäft sei nicht gut gelaufen, aber im Gegensatz zu 2013 habe sich der diesjährige warme Frühling und der bislang milde Herbst positiv auf den Absatz ausgewirkt. "Petrus ist unser bester Verkäufer", fasst Theilacker die Wetterabhängigkeit seiner Branche zusammen.

"Wir liegen beim Zuwachs in Bereich des Landesdurchschnitts", erklärt Christina Manske von der Gaildorfer Brauerei Häberlen. Den Trend zum regionalen Bier könne sie bestätigen: "Fachhändler fragen bei uns verstärkt an". Die beliebteste Hausmarke bei den Kunden sei das Gaildorfer Spezial.

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