Verpackungsmesse Branchentreff vor der Haustür

Im neuen Look präsentiert sich der „Packaging-Valley“-Gemeinschaftsstand: Ein weißer Bogen mit torförmigen Zwischenräumen umschließt das Areal. Geschäftsführer Kurt Engel freut sich über rege Gespräche in der Lounge als traditionellem Herzstück des Stands.
Im neuen Look präsentiert sich der „Packaging-Valley“-Gemeinschaftsstand: Ein weißer Bogen mit torförmigen Zwischenräumen umschließt das Areal. Geschäftsführer Kurt Engel freut sich über rege Gespräche in der Lounge als traditionellem Herzstück des Stands. © Foto: Frank Lutz
Hohenlohe / Frank Lutz 27.09.2018
Ein Auftritt auf der „Fachpack“ im nahen Nürnberg ist für viele Unternehmen aus der Region ein Muss. Die Meisten sind zufrieden mit dem Besucherandrang – einige registrieren aber ein nachlassendes Interesse.

Zufrieden sitzt Kurt Engel gestern in der „Packaging Valley“-Lounge in Halle 2 auf dem Nürnberger Messegelände. „Heute herrscht eine richtig positive Stimmung. Aber es ist noch zu früh, um eine Bilanz zu ziehen“, freut sich der Geschäftsführer über den Auftritt des „Packaging Valley“ auf der Nürnberger Fachpack. Wie jedes Mal seit der Gründung vor elf Jahren zeigt das Netzwerk von Verpackungsspezialisten mit Hauptsitz in Schwäbisch Hall noch bis zum heutigen Donnerstag wieder Flagge auf der europäischen Fachmesse für Verpackungen, Prozesse und Technik: „Aufgrund der räumlichen Nähe zu Schwäbisch Hall ist es für uns ein Muss, dabei zu sein und Präsenz zu zeigen“, sagt Engel.

Nur die Dimensionen haben sich mit der Zeit gewandelt: „Am Anfang hatten wir 600 Quadratmeter und sechs Mitaussteller, heute sind es 1300 Quadratmeter und zwölf Mitaussteller. Das meiste in der Halle 2 ist Packaging Valley.“ Auch das Design des Gemeinschaftsstands ist in diesem Jahr neu: Ein weißer Bogen mit torförmigen Zwischenräumen umschließt das Areal, in dem die Mitaussteller sich präsentieren – mit der traditionellen Lounge als gemütlichem Treffpunkt im Zentrum.

Stolze 300 Quadratmeter

Ein Grund, dass der Gemeinschaftsstand so viel Raum einnimmt, ist sicherlich, dass sich auch die Mitaussteller von ihrer Schokoladenseite zeigen wollen. So präsentiert sich allein der platzmäßig größte Mitaussteller, R. Weiss, auf stolzen 300 Quadratmetern. Zu sehen sind moderne Technologien zum Verpacken von Produkten aus den Bereichen Pharmazie, Kosmetik, Food & Non-Food, Back- und Süßwaren sowie für Kunden aus der Getränke- und Chemieindustrie. Auffälligstes Exponat ist eine Picker-­Anlage zum Verpacken von Keksen. Auch beim Crailsheimer Maschinenbauer ist die Stimmung bestens: „Im Laufe des Tages ist sehr viel Andrang da gewesen. Am zweiten Tag ist noch mehr los als am ersten. Wir sind sehr zufrieden“, berichtet Business Development Manager Thomas Krämer.

Gleich nebenan präsentiert Optima neben anderen Themen sein modular flexibles „Modu­line“-Maschinenkonzept und die neuartige Kartondose „InlineCan“ als Verpackung für Kaffee. Beim Haller Verpacker ist die Stimmung etwas gedämpfter: „In den letzten Jahren ging es stetig nach unten. Auch dieses Jahr haben wir noch nicht die gewünschte Besucherzahl erreicht“, bedauert Ulrich Burkart, Director Sales Food Solutions. Die Verfügbarkeit neuester Informationen im Internet und die Konkurrenz durch Hausmessen stellten das derzeitige Konzept der Fachmessen immer mehr in Frage. Doch noch seien Messen wie die Fachpack unentbehrlich: „Ganz wichtig für uns ist der Prozentsatz der Besucher, die uns vorher noch nicht gekannt haben. Hier freuen wir uns über einen Faktor von 15 bis 16 Prozent, den wir in den letzten Jahren erreicht haben.“

Nicht alle Aussteller aus der Region präsentieren sich in Halle 2. In Halle 4A etwa ist einer zu finden, den nicht jeder auf einer Verpackungsmesse erwarten würde: Das Bauunternehmen Leonhard Weiss (LW), das einen seiner Hauptstandorte in Satteldorf unterhält, stellt hier seine Leistungen im Schlüsselfertigbau vor. „Wir sind zwar ein Exot auf der Messe, aber da viele unserer Kunden hier ausstellen, sind wir auch auf die Idee gekommen“,  berichtet Renate Hauenstein, die als Ansprechpartnerin für den Schlüsselfertigbau fungiert. Schon sechs Mal war LW mit dabei, und auch beim siebten Mal kann sich die Bilanz sehen lassen: „Gestern war es erst nicht so toll, aber kurz vor Feierabend haben sie uns überrumpelt. Heute ist es gut.“

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Aussteller mehr als bei der letzten Fachpack 2016 zeigen noch bis heute in Nürnberg ihre Innovationen: Es sind genau 1646 Aussteller. Über 40 von
ihnen stammen aus der Region.

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