Die Stadt Schwäbisch Hall hat Ende des vergangenen Jahres einen „Enforcement-Trailer“ getestet, um die Geschwindigkeitsüberschreitungen zu messen. Der mobile Blitzer braucht kein Personal, das ihn bewacht. Er ist an vier Standorten eingesetzt worden – an drei Stellen wurde er von Unbekannten beschmiert. Im Gemeinderat war der Test umstritten.

Etwas mehr als 13.500 Euro hat die Miete gekostet. Jetzt hat die Verwaltung die Ergebnisse vorgestellt. Die größte Geschwindigkeitsüberschreitung war demnach um 58 Km/h – in der Nähe einer Grundschule.

Erster Test in der Stuttgarter Straße

An der Stuttgarter Straße stand das Gerät vom 6. bis 11. November. Da sind 44.118 Autos am Blitzer-Anhänger vorbeigefahren. 1,9 Prozent waren zu schnell unterwegs. Höchste Geschwindigkeit: 104 km/h im Tempo-60-Bereich. Alles in allem ergab das ein Bußgeld von 2.845 Euro und ein Verwarnungsgeld von 15.110 Euro. Schon am ersten Standort waren die Mietkosten für den Anhänger gedeckt.

Zweiter Standort in einer 70er-Tone an der Westumgehung

Von 44.269 gemessenen Autos waren an der Westumgehung 3,5 Prozent zu schnell. Eines ist 123 km/h im Tempo-70-Bereich gefahren. Die Verkehrssünder bezahlten insgesamt 32.095 Euro. Die Westumgehung ist der einzige Standort, an dem das Gerät nicht demoliert wurde.

Tüngentaler Straße – Gerät wird wieder besprüht

Von 7569 Autos waren 3,3 Prozent schneller als die relaubten 50 km/h. Höchstgeschwindigkeit: 78 km/h. 5295 Euro flossen dadurch auf das Konto des Haller Ordnungsamts. Das Ende der Testphase an dem Standort besiegelten Vandalen. Ordnungsbeamte reinigten das Gerät.

Im Langen Graben fahren die wenigsten zu schnell

Innerhalb einer Woche wurden 46.654 vorbeifahrende Fahrzeuge registriert. 1,9 Prozent waren schneller als Tempo 40 unterwegs. Der Schnellste fuhr 98 km/h in der Nähe der Grundschule. 18.300 Euro stellte das Ordnungsamt den Brechern der Beschränkung hier insgesamt in Rechnung.