Schwäbisch Hall Bewerbungstraining der Haller Arbeitsagentur für künftige Auszubildende

Laura Blümel (rechts) übt mit Berufsberaterin Jutta Brodbeck einen Händedruck. Dieser sollte weder zu fest noch zu lasch sein.
Laura Blümel (rechts) übt mit Berufsberaterin Jutta Brodbeck einen Händedruck. Dieser sollte weder zu fest noch zu lasch sein.
Schwäbisch Hall / PF/JUST 22.07.2014
Training ist nicht nur für die Fußballprofis der Nationalelf notwendig. Es kann auch für Einstellungstests und Vorstellungsgespräche bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz nützlich sein.

Rein rechnerisch stehen 100 Ausbildungsplatzsuchenden 128 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Die Aussichten scheinen gut zu sein - das Angebot ist größer als die Nachfrage. Dennoch ist es nicht selbstverständlich, den Ausbildungsplatz, den man möchte, bei dem Unternehmen, das einem vorschwebt, zu erhalten.

"Der Weg zu einer Ausbildungsstelle führt über ein Auswahlverfahren. Die jungen Menschen geben dabei beim Arbeitgeber ihre Visitenkarte ab. Das ist für Jugendliche nicht einfach", weiß Thekla Schlör, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. "In Bewerberseminaren geben die Berufsberater der Agentur Tipps, wie sich junge Menschen bestmöglich beim Arbeitgeber präsentieren können und wie sie sich auf die ungewohnte Situation in Vorstellungsgesprächen vorbereiten können", so die Agenturleiterin.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit hat zukünftige Auszubildende unlängst zu einem solchen Trainingslager eingeladen, vor allem um Gespräche zu üben. "Übung macht den Meister und deshalb bieten wir in unseren Seminaren hauptsächlich praktische Übungen zu Assessment-Centern und Vorstellungsgesprächen an", so die Berufsberaterin Bianca Rößler.

Der richtige Händedruck, Blickkontakt, eigene Fragen stellen - all das fällt einem leichter, wenn man es ein paarmal geübt hat. Wer sich gut vorbereitet hat, kann überzeugender sprechen. Die Antworten auf Fragen nach den eigenen Stärken und der Motivation für die Bewerbung kann man sich vorher überlegen.

Die Teilnehmer am Bewerberseminar erfuhren auch, welche Fragen sie erwarten und was hinter den Aufgaben in einem Assessment-Center steckt. Auch individuelle Fragen beispielsweise zum Piercing im Gesicht oder zum richtigen Outfit beantworten die Berufsberaterinnen. "Mir hat das Seminar die Angst vor meinem ersten Vorstellungsgespräch genommen", sagte eine Teilnehmerin nach dem zurückliegenden Training.

Bewerbungsgespräch: Worauf zu achten ist

Äußeres Im Vorstellungsgespräch sollte man Kleidung tragen, die Beruf und Branche angemessen ist - im Zweifelsfall eher konservativer als zu lässig. Make-up und Schmuck dezent auswählen, Mütze vom Kopf, Kaugummi aus dem Mund. Wenn möglich, Piercings raus und Tattoo verdecken. Turnschuhe und Freizeitlook sind ein No-go.

Informationsstand Mit Beruf und Unternehmen sollte man sich intensiv auseinandergesetzt haben, um glaubhaft und schlüssig rüberbringen zu können, warum man richtig ist. Auf Fragen zur Persönlichkeit, zur Schule und zum Berufswunsch gut vorbereiten.

Pünktlichkeit Es gibt kaum eine Entschuldigung für ein Zuspätkommen! Uhr kontrollieren, Verkehrsverbindungen checken, Anfahrtszeit großzügig kalkulieren.

Eindruck Selbstbewusst anklopfen; abwarten, bis die Hand zur Begrüßung gereicht wird; erst nach Aufforderung Platz nehmen.

Technik Handy ausschalten, auch den Vibrationsalarm.

Körpersprache Nicht auf dem Tisch aufstützen. Vermeiden, Hände oder Arme zu verschränken. Blickkontakt mit dem Gegenüber beweist Selbstbewusstsein und Mitteilsamkeit.

Atem Geruch nach Knoblauch, Zigaretten oder Alkohol vermeiden.

SWP

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