Kirchberg Fisch und Fußball: Seefest im Nieselwetter

Kirchberg / Oliver Färber 23.07.2018
Der Verein für Fisch und Fußball hat am Samstagabend viele Gäste auf seinem Gelände bei Kirchberg.

Benjamin Haller hat weder seine gute Laune noch seinen Humor verloren. „Beim Seefest regnet es nie“, ruft der dritte Vorsitzende des Vereins für Fisch und Fußball (VFF) am Samstagabend dem einen oder anderen Bekannten zu, der an ihm vorbeigeht. Nieselregen begleitet gegen 22 Uhr des 16. Seefestival unter dem Motto „Inselbeben“. „Ein bisschen Ironie gehört natürlich bei dem Satz dazu“, sagt er mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Techniker geben grünes Licht

Am Nachmittag ist es noch auf der Kippe gestanden, ob das Musikspektakel heuer wortwörtlich ins Wasser fällt. Denn so schlecht sei das Wetter noch nie gewesen, wenn der VFF mit seinen Gästen feiern wollte. „Dafür ist es doch jetzt wunderbar“, freut sich Haller. Gegen 15 Uhr hätten die Techniker allerdings signalisiert, dass dem Aufbau nichts im Wege stünde, sie keine Schäden bei der Ausrüstung durch Wasser erwarteten. „Da waren wir sehr sehr glücklich“, berichtet der dritte Vorsitzende.

Er gibt zu, dass das Wetter bei der Besucherzahl durchaus für Abstriche gesorgt habe. Er schätzt, dass trotzdem aber rund 500 Gäste da seien – sonst habe es schon mal über 1000 gegeben. „Wir sind dankbar, dass wir so treue Gäste haben“, meint er. Denen sei der Nieselregen egal.

Wahrscheinlich liege es aber auch an dem Stilmix und den fünf Bands, die am Start sind, dass das Seefestival sich nach 16 Jahren einen Namen in der Region gemacht habe. Und es sei ein Miteinander von Alt und Jung.

„Von drei bis 90 Jahren ist hier alles auf den Beinen“, hat er bemerkt. Und hat recht. Mit Mützen und Regenjacken ausgerüstet zeigen die Besucher, dass es auch beim Seefestival kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung gibt. „Ich finde es eher schön, dass es mal etwas abgekühlt hat“, sagt Harald Ender, nimmt einen Schluck aus seinem Glas und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Das Bier schmeckt trotzdem gut.“

Das Fest, das habe er nicht versäumen wollen, auch wenn er zunächst seine Regenausrüstung nicht mehr gefunden habe. „Ausgerechnet heute brauchte ich die nach so langer Zeit wieder“, klagt er. Trotzdem mache es ihm Spaß. Das VFF-Gelände zwischen Kirchberg und Eichenau habe immer seinen Charme, besonders das Ambiente der Bühne auf der kleinen Insel im Fischteich. Er lobt die Veranstalter für die gute Organisation und die Bandauswahl. „Vor allem freue ich mich, wenn es später in der Nacht von der Musik her etwas härter zugeht“, meint er.

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