Apropos Bemerkenswerte Signale

 Stellvertr. Chefredakteur Schwäbisch Hall
Stellvertr. Chefredakteur Schwäbisch Hall © Foto: Jürgen Stegmaier
Schwäbisch Hall / just 13.05.2017

Mit erheblichem Aufwand präsentierten sich heimische Unternehmen jetzt auf der Interpack, der wichtigsten Messe der Verpackungsbranche. IMA, der Mutterkonzern der Haller Gasti GmbH, belegte nahezu eine ganze Halle. Bausch+Ströbel siedelte sich doppelstöckig an. Optima schickte seine Besucher auf einen virtuellen Flug durch die Galaxie. Einerseits geht die Präsentation in die Hunderttausende, teilweise in die Millionen: Standmiete, Messebau, Personalkosten, Hotelübernachtungen, Aufbau, Abbau … Was würde passieren, wenn sich das Unternehmen zehn Jahre lang nicht zeigte? „Dann würde es uns vielleicht nicht mehr geben“, vermutet Siegfried Bullinger, Chef von Bausch+Ströbel. Die Standgrößen zurückzufahren wäre auch kein gutes Signal. Dadurch entstünde sofort Gerede: Geht es denen vielleicht nicht mehr gut?

Die beiden großen regionalen Konzerne, die mit Befestigungsmaterial handeln, hatten in dieser Woche wichtige Termine: Würth präsentierte seine 2016er-Bilanz. Berner feierte sein 60-Jahr-Jubiläum. Beide Termine waren zunächst für Mittwoch anberaumt. Als man bei Würth diese Überschneidung bemerkte, entschlossen sich die Manager, die Bilanzpressekonferenz in der Kunsthalle um einen Tag vorzuziehen. Man wollte dem kleineren Nachbarn nicht die Aufmerksamkeit nehmen. Das ist ein schöner Zug in einem Feld, in dem oft mit harten Bandagen gekämpft wird.