Heilbronn-Franken Gesundheitskassen-Beitragssatz soll stabil bleiben

 In jeder dritten Familie spielt körperliche Aktivität keine Rolle, besagt eine AOK-Studie.
In jeder dritten Familie spielt körperliche Aktivität keine Rolle, besagt eine AOK-Studie. © Foto: AOK/Jochen Tack
Schwäbisch Hall / Marcus Haas 07.08.2018
Jahresbilanz: Die AOK Heilbronn-Franken wächst weiter. Sie erreicht im Landkreis Hall einen Marktanteil von 57 Prozent.

Geschäftsführerin Michaela Lierheimer hebt als Erfolgsfaktor die Gesundheitsvorsorge hervor. Die gesetzlichen Kassen müssen sich durch das Präventionsgesetz um ihre Versicherten kümmern, bevor die krank werden. Durch Investitionen in die Vorsorge, also der Prävention, soll auch Geld in der Versorgung eingespart werden.

„Gesundheitsförderung ist bei der AOK seit gut drei Jahrzehnten ein Thema, gehört zum Markenkern“, macht die Geschäftsführerin der AOK-Bezirksdirektion Heilbronn-Franken beim Jahrespressegespräch deutlich und nennt Zahlen. Die Ausgaben der AOK Baden-Württemberg dafür lagen 2017 bei 8,25 Euro je Versichertem – der Richtwert gibt der Gesetzgeber mit 7,17 Euro an. Im Kreis Hall steht dafür in der Stadt Schwäbisch Hall ein Gesundheitszentrum (wie in Crailsheim), ein Kochstudio und ein Rückenstudio zur Verfügung.

Rund sechs Millionen investiert

Die AOK investiert rund sechs Millionen Euro für die drei Häuser an der Unterlimpurger Straße in Hall. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte 2019 beendet sein. Im Kreis gibt es vier Kundencenter. Das in Crailsheim steht auf der Liste der anstehenden Sanierungen. In Gaildorf wurde im März 2016 im Ärztehaus ein neues Kundencenter bezogen. Am Standort Gerabronn sind keine Änderungen vorgesehen.

Lierheimer verdeutlicht Wachstum bei der Versichertenentwicklung. Die AOK Baden-Württemberg hat im Juli 2018 rund 4,5 Millionen Versicherte (rund 215 000 mehr als im Januar 2017), davon fallen auf die AOK Heilbronn-Franken im Juli 2018 rund 425 000 Versicherte. Im Kreis Hall sind es rund 111 000 (Marktanteil von 57 Prozent).

Die AOK Baden-Württemberg hat 2017 einen Überschuss von rund 292 Millionen Euro erzielt und will „ihren Beitragssatz auch 2019 bei 15,6 Prozent stabil halten“, sagt Lierheimer. Große gesundheitspolitische Herausforderungen sieht die Geschäftsführerin im drohenden Ärztemangel für den ländlichen Raum, im Rückstau bei der Investitionskostenförderung im stationären Bereich und in der Verbesserung der Situation der Pflegekräfte.

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