Nach einem starken Wachstum in den letzten Jahren steigerte die BTE Biegetechnik-Engineering nach eigenen Angaben den Umsatz 2018 noch einmal um 20 Prozent. „Es ist nun an der Zeit, die Führungsstrukturen an die Größe anzupassen“, erklärte Günter Großeibl, geschäftsführender Gesellschafter.

Großeibl war seit 2011 alleiniger Geschäftsführer beim Spezialisten für gebogene Rohre und komplette Baugruppen in Ilshofen-Eckartshausen. Zu Beginn des Jahres wurden die Verantwortlichkeiten neu verteilt: Alleingeschäftsführer ist nun Christoph Kehrs. Er kümmert sich vor allem um den Verkauf, die Produktion und die Logistik.

Neue Sichtweisen

Günter Großeibl rückt als Prokurist in die zweite Reihe und hält die Fäden im Einkauf, bei der Qualitätssicherung und bei den Finanzen weiterhin in der Hand. „Damit haben wir unser Unternehmen für die Zukunft neu aufgestellt“, sagt er.

Christoph Kehrs wechselte Mitte 2018 von einem international tätigen Mittelständler zur BTE. Der Maschinenbau-Ingenieur bringe vor allem Führungskompetenz, neue Sichtweisen und Erfahrung bei der Erweiterung von Unternehmen mit, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. „Wir wollen der lokale und flexible Spezialist für die Verarbeitung von Rohren bleiben.“Der Fokus liegt auf einzelnen Komponenten und kompletten Baugruppen mit mittleren Stückzahlen.

Neue Märkte für das Unternehmen

Während die BTE einen ihrer Schwerpunkte bisher auf den Automobilbereich legte, werden – durch die Wandlung hin zur Elektromobilität, bei der weniger Rohre in Fahrzeugen nötig sind – neue Märkte erschlossen: Die Produkte aus Eckartshausen werden unter anderem verstärkt in der Medizin- und Lüftungstechnik eingesetzt. Dazu kommen die angestammten Branchen, wie etwa die Möbel- und petrochemische Industrie sowie der Maschinenbau.

„Auch wenn die Geschäftsführung wechselt“, betonte Christoph Kehrs, „werden wir den bisher eingeschlagenen Weg weiter gehen und die Strategie nicht ändern.“ Gemeinsam mit den Kunden sollen die Einzelkomponenten und Baugruppen geplant und realisiert werden.

Modernste Schweißroboter

Durch das Know-how der circa 150 Mitarbeiter würden höch­-
ste Qualitätsstandards erzielt, schreibt das Unternehmen. Dabei würden modernste Biege- und Schweißroboter zum Einsatz kommen.

In den nächsten Jahren seien weitere Investitionen in den Maschinenpark geplant und die Produktion soll weiter automatisiert werden. Die gefertigten Teile werden anschließend im Werk zu ganzen Baugruppen weiterverarbeitet und komplettiert.

Marktposition ausbauen

„Als Unternehmen in einem Hochlohnland wollen wir unsere Kompetenzen auch in Zukunft möglichst effektiv einsetzen, damit wir unsere bestehende Position am Markt halten und weiter ausbauen können“, so die Ankündigung des neuen Geschäftsführers.

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