Kupferzell Bald droht wieder der Maiszünsler

Landwirte diskutieren mit dem Pflanzenbauberater des Landwirtschaftsamtes über verschiedene Getreidesorten auf dem Versuchsfeld Kupferzell-Schafhof.
Landwirte diskutieren mit dem Pflanzenbauberater des Landwirtschaftsamtes über verschiedene Getreidesorten auf dem Versuchsfeld Kupferzell-Schafhof. © Foto: Privatfoto
GOTTFRIED MAHLING 06.07.2016
Auf dem gemeinsamen Versuchsfeld der Kreise Hall und Hohenlohe haben sich 160 Landwirte über Getreide und deren Leistungsfähigkeit informiert. 

Die Landwirtschaftsämter in Ilshofen und Öhringen vergleichen auf dem Schafhof verschiedene Sorten einer Art miteinander, zum Beispiel von Winterweizen, Wintergerste, Triticale, Sommergerste, Winterraps sowie Silo- und Körnermais. Eine extensiv, also ohne Pflanzenschutzmittel angebaute Variante wird mit einer intensiven verglichen, die mit Fungiziden und Wachstumsreglern behandelt wurde.   

Das feucht-milde Wetter hat in diesem Frühjahr zu Befall mit Blattkrankheiten geführt, zumal die Flächen aufgrund der hohen Niederschläge oft nicht rechtzeitig befahren werden konnten, heißt es in einer Pressemitteilung. Von Bedeutung sind der Befall mit Gelb- und Braunrost, Fusariuminfektionen, Septoria, Mehltau und Verzwergungsvirosen. 

Die Pflanzenbauberater der beiden Landwirtschaftsämter diskutierten mit den Landwirten die Sortenunterschiede und gaben Empfehlungen für die Herbstaussaat ab, die beim Winterraps im August, bei der Wintergerste Ende September erfolgen wird. Die Berater wiesen darauf hin, dass demnächst in den Maisflächen wieder die Falter des bedeutendsten Maisschädlings, dem Maiszünsler, fliegen werden. Als biologische Bekämpfungsmaßnahme  des Maiszünslers eignet sich der Einsatz der Schlupfwespe. Diese wird vermehrt mittels Drohnen aus der Luft in kleinen Kapseln über dem Feld abgeworfen.

Kurt Färber von der BAG Hohenlohe Raiffeisen und Wilhelm Thierauch von der LBV Raiffeisen aus Schrozberg schätzten die zu erwartenden Marktpreise für die Region Hohenlohe zur Ernte 2016 ab. Da die Märkte international agieren und weltweit eine gute Getreideernte erwartet wird, werde dies wohl zu niedrigen Erzeugerpreisen führen, so die Einschätzung.