Schwäbisch Hall / BB/MAR  Uhr
Drei Jahre lang war eine Kunstausstellung im Bahnhof untergebracht. Jetzt steht dieser wieder leer. Die Verwaltung weiß noch nicht, was hinein soll.

Hans Graef ist bereits am 15. Februar mit seiner Kunstausstellung ausgezogen. Nach drei Jahren Nutzung des Bahnhofs in Hall als Kunstgalerie steht dieser wieder leer. Nachdem das Mietverhältnis mehrmals verlängert wurde, hat die Grundstücks- und Wohnungsbaugesellschaft nun den Vertrag beendet. Das Bahnhofsgebäude und das Güterbahnhofsgelände gehören der Stadt.

Hans Graef musste für das Haus jedoch keine Miete, sondern lediglich den Strom bezahlen. "Je Ausstellung kamen mehrere hundert Besucher", sagt er. Insgesamt schätzt der ehemalige Mieter die Anzahl auf 3000 innerhalb der drei Jahre. "Das Ambiente des Bahnhofs, die alte Schalterhalle und der Bahnhofsvorplatz haben mir sehr gefallen", meint Graef. Während der drei Jahre konnten unter anderem die Ausstellungen "Sur Real" und "Geraubte Kinder, vergessene Opfer" betrachtet werden. Die Kunstgalerie ist als Dauerausstellung in den Bahnhof Waldenburg umgezogen. Graef könnte sich eine Nutzung des Gebäudes als Kulturbahnhof im geplanten neuen Wohngebiet vorstellen. Derzeit müssen Reisende im Kalten sitzen. Ihnen steht nicht einmal eine Toilette zur Verfügung. Dies ist besonders problematisch, wenn ein Zug Verspätung hat oder wie am Freitagnachmittag entfällt.

Robert Gruner, Pressesprecher der Stadt Schwäbisch Hall, äußert auf Nachfrage: "Es ist noch nicht sicher, wann wir das Gebäude wieder für Bahnreisende öffnen. Die Stadtverwaltung prüft gerade den Sachverhalt."