Crailsheim Azubis dringend gesucht

Crailsheim / Luca Schmidt 01.10.2018
Werbung für Unternehmen und Information für Schüler bietet die Nacht der Ausbildung, die von den Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken organisiert wird. In Crailsheim stellen sich elf Firmen vor.

Ein Kompass für Jugendliche im Dschungel der Ausbildungsangebote, Werbung für Unternehmen, die sich dem Nachwuchs vorstellen möchten und auf der Suche nach neuen Auszubildenden sind: Das ist die Nacht der Ausbildung. Elf Unternehmen aus verschiedenen Branchen haben in Crailsheim daran teilgenommen.

Julius Windmüller, Nikita Reichert und Albert Albrandt, die die achte Klasse der Realschule zur Flügelau besuchen, haben sich das Unternehmen Vion angeschaut. „Metzger zu werden, habe ich mir davor schon mal überlegt“, sagt Julius Windmüller, und Nikita Reicher ergänzt: „Wir wollten mal schauen, wie Fleisch verarbeitet wird.“ Alle drei überlegen sich, ein Praktikum in dem Betrieb zu machen.

Viele Ausbildungsangebote

Wichtig ist die Nacht der Ausbildung aber nicht nur für die Schüler, sondern vor allem auch für die Unternehmen – die wollen sich dem Nachwuchs präsentieren. „Uns ist wichtig, dass die Schüler erfahren, dass es bei uns im Betrieb nicht nur Fleischer gibt“, sagt Maria Stühler, Ausbildungsleiterin bei Vion in Crailsheim. Neben verschiedenen Berufsausbildungen bietet das Unternehmen auch zwei Studiengänge und Aufenthalte im Ausland an. Die Anforderungen an neue Auszubildende seien in den vergangenen Jahren gesenkt worden – es fehlt der Nachwuchs.

Großen Andrang gibt es auch beim Autohaus Widmann. Dort lernen die Schüler das Unternehmen an unterschiedlichen Stationen kennen – von der Kundenannahme über Ersatzteile bis hin zur Werkstatt sind alle Abteilungen vertreten.

Moritz Plessing ist im dritten Jahr seiner Ausbildung zum Automobilkaufmann. „Ich war nach der Schule lange unschlüssig, was ich machen möchte. Ich habe mich für Autos interessiert, das Technische war aber nicht meins“, sagt Plessing – deshalb sei er im Verkauf gelandet, wo es ihm sehr gut gefällt. „Bei der Nacht der Ausbildung merkt man, wenn es Schüler ernst meinen. Die kommen dann noch mal auf einen zu und stellen Fragen“, erklärt er.

Viele Schüler wissen noch nicht genau, wo es beruflich später einmal hin geht – ganz im Gegensatz zu Nebi Kavlak. „Ich habe später einmal vor, eine Kfz-Werkstatt zu eröffnen“, sagt der Zehntklässler vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Crailsheim. Er habe sich schon sehr früh für Autos interessiert und packt auch in der Widmann-Werkstatt mit an: Mit einem Werkzeug-Schlüssel bringt er das gekippte Führerhaus eines Lkws wieder in Normalposition.

Dass kleinere Unternehmen auch etwas zu bieten haben, weiß Adnan Zymeri: Er ist Industriemechaniker im dritten Lehrjahr beim Metallverarbeitungsunternehmen Schüttler Technik. Die Firma hat rund 70 Mitarbeiter. „Die Stelle hat mir ein Freund empfohlen. Fräsen, Drehen und mehr: die Arbeit hier ist abwechslungsreich und das Arbeitsklima sehr gut – es ist wie in einer Familie“, sagt er. „Man steht hier nicht allein da, sondern wird gut betreut.“

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