Tüngental Aufgeschlossen und dankbar für Unterstützung

Walter Gronbach hat in 18 Monaten Flüchtlingshilfe noch keine negativen Erfahrungen gemacht.
Walter Gronbach hat in 18 Monaten Flüchtlingshilfe noch keine negativen Erfahrungen gemacht. © Foto:  
LAZ 12.12.2015
Das "Café International", der Laternenlauf des Kindergartens, ein Deutschkurs für Frauen und eine Bürgerin, die Arabisch spricht: Tüngental hat den dort lebenden Flüchtlingen einiges zu bieten.

Walter Gronbach und die anderen Mitglieder des Freundeskreises Asyl sorgen dafür, dass das so bleibt. Er koordiniert die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort und vermittelt Aufgaben an Freiwillige. Dabei muss jedes Detail bedacht werden: "Wenn wir eine Veranstaltung wie das ,Café International organisieren, dann sind viele Personen beteiligt. Jemand dekoriert das Gemeindehaus, ein anderer stellt die Lebensmittel bereit, ein Dritter lädt die Flüchtlinge ein", so Gronbach.

In Tüngental leben derzeit eine serbische, eine albanische, zwei gambische und vier syrische Familien. "Sie gehen alle sehr unterschiedlich mit ihrer neuen Lebenssituation um", erzählt Gronbach. "Alles in allem sind die Flüchtlinge aber sehr freundlich und dankbar für unsere Hilfe." Ihm gefällt die Vernetzung der Tüngentaler: "Das Gemeinwesen profitiert von den Asylbewerbern. Alle stehen zusammen, wenn es darum geht, ihnen ein schönes Zuhause zu geben." Gronbach ist gespannt darauf, was die Tüngentaler künftig von ihren neuen Nachbarn lernen können. Momentan lernen vor allem die Flüchtlinge: etwa, wie in Deutschland Müll getrennt wird. Info In unserem Adventskalender stellen wir bis Heiligabend täglich einen Menschen aus dem Kreis Hall vor, der sich freiwillig für Flüchtlinge beziehungsweise Asylbewerber engagiert.