Michelbach Arbeiter-Samariter-Bund (ASB): 30 Jahre unermüdlich im Einsatz

SWP 07.10.2015
Vor 30 Jahren wurde in der Region der Arbeiter-Samariter-Bund gegründet. Ein guter Anlass für eine Bestandsaufnahme. Bei der Versammlung in Michelbach standen auch die Gründungsmitglieder im Mittelpunkt.

Nach Begrüßungen, einem Rückblick auf 30 Jahre ASB-Geschichte in der Region und einer Stärkung am Buffet würdigte Geschäftsführerin Stefanie Menke das aus ihrer Sicht sehr gute Zusammenspiel der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter im ASB. Mehr als 100 ehrenamtliche und über 130 hauptamtliche Mitarbeiter würden die Leistungen erst ermöglichen. In den letzten elf Jahren seien drei Pflegeeinrichtungen mit 137 Pflegeplätzen und drei betreute Wohnanlagen mit insgesamt 71 Wohneinheiten in Betrieb genommen worden.

Die Leiterin der regionalen ASB-Jugendorganisation ASJ Franziska Heid berichtete über vielfältige Aktivitäten des Nachwuchses, unter anderem Werbeaktionen und Ausflüge. Waltraud Altdörfer, Mitglied des Leitungsteams des Kriseninterventionsteams (KIT) des Landkreises Schwäbisch Hall, berichtete anschließend von der steigenden Zahl der Einsätze, die von den freiwilligen Helfern aus ASB, DRK, DLRG, Feuerwehr und THW zusammen mit den Notfallseelsorgern rund um die Uhr geleistet würden. Von der Betreuung Betroffener nach Unglücksfällen, nach Suizidfällen, erfolglosen Reanimationen, Unterstützung der Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten bis zur Betreuung von Einsatzkräften nach belastenden Einsätzen reiche das Einsatzspektrum des KIT. 30 Ehrenamtliche und 60 Notfallseelsorger stünden dafür bereit.

Joachim Altdörfer blickte auf Entwicklungen im Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, in der Schnelleinsatzgruppe sowie in Krankentransport und Rettungsdienst zurück. So waren 2015 100 Helfer beim Gaildorfer Motocross im Einsatz.

Bei Bränden und Brandalarmen rücke die Schnelleinsatzgruppe mit der Feuerwehr in Michelbach zusammen aus, entlaste dadurch den Rettungsdienst und übernehme die Absicherung der Feuerwehrkameraden. Die entsprechende Koordination und Einsatztaktik werde in gemeinsamen Übungen auf Orts- und Kreisebene erworben. Momentan klappe die Alarmierung der SEG durch die Leitstelle leider nicht. Man hoffe, diesen Zustand bald beenden zu können, so Altdörfer weiter.

Die sanitätsdienstliche Absicherung von Sportveranstaltungen reiche von Einsätzen bei Fußballturnieren über Lauf- und Radfahrveranstaltungen zu Absicherungen bei Reitturnieren und Unterstützungen bei Marathonläufen in Mannheim-Ludwigshafen und Heidelberg. Im Rettungsdienst des Landkreises sei der ASB seit 2012 mit einem Notarztzubringer in Blaufelden, seit 2013 einem Rettungswagen in Wolpertshausen sowie seit 2012 mit zwei Krankentransportwagen beteiligt.

Den Ausbildungsbereich des ASB stellte Karl-Eugen Altdörfer vor. Was 1985 mit einer geschenkten Beatmungspuppe zur Ausbildung für Führerscheinbewerber begann, habe sich inzwischen zu einem ansehnlichen Ausbildungsangebot gemausert. Es gebe interne Aus- und Fortbildungen, Erste-Hilfe-Kurse für die Bevölkerung, Ausbildung von Ersthelfern in Betrieben, Kindergartenkurse, Schulsanitätsgruppen, Truppmann-I-Ausbildungen für Feuerwehren, Baby- und Kindernotfallkurse, Kurse für Lehrer und Erzieher und Kurse für Tagesmütter, ebenso Erste-Hilfe-Kurse für Jäger und Schützen.

Die anwesenden Gründungsmitglieder zeigten sich beeindruckt von der Entwicklung des Verbandes und sind stolz darauf, damals auch gegen große Widerstände den Arbeiter-Samariter-Bund in der Region gegründet zu haben. Zum Dank für ihre vor 30 Jahren getroffene Entscheidung erhielten sie ein Präsent.