Untermünkheim Arbeiten zur Sanierung der Verdohlung unter der B19 in Untermünkheim laufen an

OLIVER FÄRBER 06.05.2015
Beim Baustart ist von dem 2,3 Millionen-Euro-Projekt des Bundes noch wenig zu sehen: Die Firma Stark aus Aalen hat unterirdisch Rohre verlegt. Ab 18. Mai wird erstmals die Verkehrsführung geändert.

Etliche schwarze Rohre am Straßenrand, dazu ein paar grüne Pritschenwagen der Baufirma und einige ihrer Geräte dazu eine Absperrung im Bereich des Marktplatzes – mehr gibt es am Mittwochnachmittag in der Untermünkheimer Ortsdurchfahrt noch nicht zu sehen. Dabei ist schon viel gearbeitet worden, wie Markus Fürstenberger von der Bauleitung Schwäbisch Hall des Regierungspräsidiums vor Ort berichtet: „Die Rohre, in die der Sperbersbach umgeleitet werden, liegen jetzt schon bis zur Traube.“ Am Tag darauf sollen die Leitungen schon bis zum Ende am Marktplatz verlegt sein.

Die Absperrung am Marktplatz und das Rohr, das auf dessen Höhe den Sperbersbach überquert, hat die Telekom gebaut: Auch sie hat ihre Leitungen schon umgelegt, damit sie den Sanierungsarbeiten nicht im Weg sind. Das Werbeschild und die Uhr für das Beraterhaus sowie die Beleuchtung am Marktplatz sind ebenfalls schon gewichen.

„Es wird eben alles vorbereitet, damit wir mit dem Erdaushub beginnen können“, fasst Fürstenberger zusammen. Mit dem örtlichen Planungsbüro werden so auch noch weitere Maßnahmen abgesprochen wie der Abbau von Pflanzbeeten oder dem Buswartehäuschen.

Verkehrsführung ab 18. Mai verändert

Das erste Mal spüren werden Autofahrer die Baustelle ab 18. Mai: Dann wird es die Linksabbiegespur in Richtung Braunsbach, wenn man aus Richtung Steigenhaus kommt, an der Ampelkreuzung nicht mehr geben. Stattdessen führt darüber der Gegenverkehr aus Richtung Hall in Richtung Steigenhaus. „Wir brauchen den Platz auf der Fahrbahnseite“, so Fürstenberger. So kann der erste Abschnitt über circa 15 Meter anlaufen, noch ohne den Verkehr stark einzuschränken.

Ganz anders sieht das nochmal ab Dienstag, 26. Mai, also direkt nach Pfingsten aus: Dann werden die Sperrschilder installiert. Über die Hohenloher Straße, die direkte Ortsdurchfahrt von Untermünkheim, geht dann von Netto bis Marktplatz gar nichts mehr. Der erste Bauabschnitt zieht sich dann von der Ampel voraussichtlich bis Ende Juni rund 25 Meter in Richtung Kelter.

Die Westumgehung dient dann als Umleitungsstrecke. Wohl kann man aber noch weiter über die Kochertalstraße gen Braunsbach oder Künzelsau fahren. Wie lange das so bleibt, hängt viel vom Wetter ab. „Nach derzeitigem Stand ist bis 21. November gesperrt“, berichtet Fürstenberger. Bauende könnte am 11. Dezember sein. Wohlgemerkt – könnte. „Wir müssen abwarten, wie oft Hochwasser des Sperbersbachs uns die Baustelle flutet“, verdeutlicht er. Denn das gesamte Wasser wird während der Sanierung in zwei Rohrleitungen an der Baustelle vorbei geführt. Die sind zwar nicht gerade dünn und für einen normalen Pegelstand des Baches groß genug dimensioniert. Gibt es aber solch monsunartigen Regen wie er in der Vergangenheit im Sommer so manches Mal über der Region herunter brach, läuft das System über: Das Bachwasser ergießt sich unkontrolliert in die Baugrube. „Das verzögert dann alles“, erklärt Markus Fürstenberger.

Übrigens: Nur ein paar Meter weiter wurden am Mittwoch, 6. Mai, die Schilder bei und um Waldenburg aufgestellt. Ab 7. Mai wird die Landesstraße vom Bergstädtchen in Richtung Hohebuch gesperrt und saniert. Autos können über einen Feldweg in die Stadt hinauf kommen. Hinunter geht’s nur über Michelbach/Wald, Gnadental oder Witzmannsweiler – für Laster die einzige Chance nach Waldenburg zu kommen. Autos können auch über die Beltersroter Steige hinab fahren – aber als Einbahnstraße dort nicht mehr hinauf.


<strong><em>Weitere Artikel sowie ein Link zu Informationen des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Baustelle unter swp.de/b19</em></strong>