APROPOS: Rotstift

JUST 12.12.2015

Eine Niederlassung der BW-Bank gibt es auch in Hall, ebenso in den Nachbarstädten Künzelsau, Öhringen, Aalen, Gmünd und Mergentheim. Auch Murrhardt und Welzheim sind von der Tochter der Landesbank Baden-Württemberg besetzt. In Crailsheim betreibt das Geldhaus sogar ein so genanntes "Private Banking Center". Die BW-Bank kümmert sich in ihrer Stuttgarter Zentrale und in 168 Filialen um das Privatkundengeschäft der Landesbank. Wie alle Banken und Sparkassen muss auch die BW-Bank sparen, um in der Niedrigzinsphase über die Runden zu kommen. Und wie alle Geldhäuser setzen die Stuttgarter bei den kostenintensivsten Posten an - den Filialen und damit bei den Personalkosten. Um 130 Niederlassungen zu betreiben, braucht man weniger Mitarbeiter als wenn 168 Filialen zu besetzen sind. Ob alle regionalen Niederlassungen das Streichkonzert überleben werden, ist unsicher. Die Bank verrät erst später, wo geschlossen wird. Nachrichten von Filialschließungen sind die Kunden inzwischen gewohnt. Auch die regionale VR-Bank sowie die Sparkasse haben den Rotstift in der Hand.

Was die regionale Wirtschaftsförderung anbetrifft, scheint sich der Wind zu drehen. Nachdem die IHK der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken (WHF) GmbH den Stecker gezogen hat, schien deren Ende besiegelt. Die Landkreise der Region sowie die Handwerkskammer als Gesellschafter scheinen der WHF aber die Stange halten zu wollen. Jetzt geht es darum, die 135000 Euro zu kompensieren, die durch den Rückzug der IHK im WHF-Budget fehlen. Wenn's ums Geld geht, wird hart verhandelt. Keiner will mehr geben, als nötig ist.