Hall/Greenwich Anne-Suse Enßle gewinnt in Greenwich

Hall/Greenwich / BLO 19.11.2013
Sie hat die hochkarätig besetzte Jury in Großbritannien überzeugt: Anne-Suse Enßle aus Hall spielte sich bei einem international renommierten Wettbewerb für Flöte solo auf Platz eins.

"Vor zwei Jahren hatte ich es schon mal probiert", sagt Anne-Suse Enßle. Noch ohne Erfolg. Aber jetzt. In Hall hat die 25-Jährige schon vielfach ihr musikalisches Können unter Beweis gestellt. Mit ihrer Mutter, der Haller Michaelskantorin Ursl Belz-Enßle, fuhr sie kürzlich nach Großbritannien - zum Finale der Solo-Recorder Competition der Moeck/Society of Recorder Players, einem sehr renommierten Blockflötenwettbewerb. 28 Musiker aus 13 Ländern hatten sich per CD-Einreichung beworben, drei junge Deutsche wurden zum Finale am Old Royal Naval College nach Greenwich eingeladen: Laura Schmid, Claudius Kamp und Anne-Suse Enßle. "Wir durften ein einstündiges Programm vorstellen", erzählt die Hallerin, die in Salzburg am Mozarteum und mittlerweile auch in Wien studiert. Ihren ersten Flötenunterricht erhielt sie übrigens im Alter von acht Jahren bei Waltraud Längst in Hall.

In ihrem Wettbewerbsprogramm stellte sie nicht nur barocke Werke vor, sondern auch Neue Musik. "Das sind zwei Eckpunkte unserer Hörgewohnheiten, da entstehen Gegensätze, man entdeckt aber auch Ähnlichkeiten - das ist spannend." Fünf Instrumente hatte die 25-Jährige im Einsatz. Und sie hat die Jury überzeugt: "Vor allem habe ich mich gefreut, dass sich die Jury total auf mein Konzept eingelassen hat." Anne-Suse Enßle erhielt den ersten Preis und 1500 Pfund (1790 Euro) Preisgeld.

Und bald ist sie wieder in Hall in Aktion: Wenn ihre Mutter am Ewigkeitssonntag, 24. November, beim Konzert ab 18 Uhr in St. Michael dirigiert, sitzt Anne-Suse Enßle im Orchester - aber nicht mit der Flöte: "An dem Tag spiel ich bei der Mama Bratsche."

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