Schwäbisch Hall Anklage gegen Haller lautet auf Mord

Ein Ermittler bei der Spurensicherung im Eingangsbereich des Hauses in Sulzdorf.
Ein Ermittler bei der Spurensicherung im Eingangsbereich des Hauses in Sulzdorf. © Foto: xxx
Schwäbisch Hall / Thumilan Selvakumaran 16.07.2018
Der Prozess gegen gegen einen Haller, der seinen Kumpel in Sulzdorf erstochen hat, beginnt am Donnerstag.

Die Tat ereignete sich am 5. Februar in Sulzdorf. Der 26-jährige Täter klingelte an jenen Montagmittag an der Haustüre seines 33-jährigen Kumpels. Als dieser öffnete, stach der Jüngere unmittelbar mit einem Messer auf den Mann ein. Das wirft ihm die Staatsanwaltschaft Hall vor. Der Ältere habe noch versucht, zu flüchten. Allerdings habe ihn der nun vor dem Landgericht Heilbronn angeklagte Haller verfolgt und ihm dabei mehrmals in den Rücken gestochen. Der Hintergrund des Angriffs lag offenbar in Beziehungsproblemen des Täters, wie die Polizei mitteilte.

Kind, Frau und Freundin des Opfers waren zur Tatzeit in der Wohnung und wurden Zeugen der blutigen Attacke. Sie waren es auch, die die Polizei alarmierte. Ein Rettungshubschrauber flog das Opfer in eine Klinik. Die Verletzungen waren aber zu schwerwiegend. Der Mann starb an jenem Februar-Tag Stunden später im Krankhenhaus.

Der Täter war geflüchtet und wurde noch am selben Abend in Heilbronn festgenommen.  Die Untersuchungshaft wurde am 14. Februar in „eine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus umgewandelt“, teilt das Landgericht mit. Und weiter: „Da der Angeklagte an paranoider Schizophrenie leiden soll und daher zur Tatzeit womöglich schuldunfähig war, wird im so genannten Sicherungsverfahren darüber zu befinden sein, ob seine dauerhafte geschlossene Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus anzuordnen sein wird.“

Der öffentliche Prozess beginnt am Donnerstag, 19. Juli, um 9 Uhr vor der 1. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Heilbronn. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf Mord. Bislang sind neun Verhandlungstermine bis zum 24. Oktober angesetzt. Die Kammer hat 34 Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel