Verkehr Amphibien gehen auf Wanderschaft

Landkreis / swp 13.03.2018

Bei der nun einsetzenden milden Witterung bei Westwind und Feuchtigkeit regen sich Grasfrösche, Kröten und Molche und machen sich auf den Weg zu den bekannten oder auch neuen Laichgewässern in der Umgebung. Das teilt das Landratsamt mit.

Die Grasfrösche machen bei der Wanderung in die Laichgewässer für gewöhnlich den Anfang und suchen sich Flachwasserstellen in Wiesen und stehenden sowie langsam fließenden Gewässern. Die Feuersalamander sind etwas später dran und benötigen meist Regen und Temperaturen über 8 Grad.

Feuchtwiesen fehlen

Der Grasfrosch ist Lurch des Jahres 2018, da sein Bestand stark rückgängig ist. Auch im Landkreis Schwäbisch Hall finden sich diese Exemplare selten. Eine Ursache ist sicher der Rückgang geeigneter Laichplätze, insbesondere auf ehemaligen Feuchtwiesen, die heute zum Teil nicht mehr vorhanden sind. Grasfrösche wandern bereits im Februar bei entsprechender Witterung. Mobile Amphibienzäune mit den Verkehrsbeschränkungen und Sperrungen erfolgen aber meist erst ab Anfang bis Mitte März in den Wochen mit konzentrierter Wanderung.

Innerhalb der nächsten Wochen müssen die Autofahrer beim Passieren der zahlreichen Amphibienwanderstrecken Geduld und Achtsamkeit mitbringen. Am Abend und bis in die Nacht sind Amphibienhelfer unterwegs, die mit ihrem Einsatz das Überleben der Populationen sichern und damit einen wichtigen Beitrag für die Bewahrung der biologischen Vielfalt leisten.

Mehr Wanderstrecken

Die Anzahl der Amphibienwanderstrecken hat in den letzten Jahren leicht zugenommen. In Schrozberg und Gerabronn sind neue Amphibienwanderstrecken mit Feuersalamandern dazugekommen. Auch an der L 2218 auf Höhe des Flair-Parkhotel Ilshofen wandern Kröten. Im Streckenabschnitt der L 1068 am Ortsausgang Stimpfach in Richtung Rechenberg wurden im letzten Jahr viele überfahrene Amphibien gemeldet.

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