Fünfte Jahreszeit Alle Narren packen mit an

Sie stehen für viele Helfer, die hinter den Kulissen zum Bühlerzeller Fasching beitragen: Uwe Schulz (rechts) ist Tontechniker und Hausmeister, Ralf Rechtenbacher ist Bühnenverantwortlicher beim Bühlerzeller Programmfasching und beim Rosenmontagsball.
Sie stehen für viele Helfer, die hinter den Kulissen zum Bühlerzeller Fasching beitragen: Uwe Schulz (rechts) ist Tontechniker und Hausmeister, Ralf Rechtenbacher ist Bühnenverantwortlicher beim Bühlerzeller Programmfasching und beim Rosenmontagsball. © Foto: Michaela Christ
Bühlerzell / Michaela Christ 11.02.2017
Für die organisierenden Vereine des Bühlerzeller Programmfaschings, den Sportfreunden und der Musikkapelle, bedeutet die fünfte Jahreszeit auch viel Arbeit.

Fasching in Bühlerzell ist Vereinsfasching, denn die Musikkapelle und die Sportfreunde stehen hinter dem kompletten Großevent. Sie stemmen die Organisation und den Ablauf der fünften Jahreszeit in Bühlerzell: das Programm beim Programmfasching, Rosenmontagsball und Kinderfasching, die Verpflegung bei den Veranstaltungen, die Dekoration der Halle, das Malen der Bühnenbilder, den Kartenverkauf und auch noch den Umzugssamstag. Das funktioniert nur, weil die Arbeit auf vielen Schultern ruht und in Schichten zwischen den Mitgliedern, Familien und Freunden der Vereine bewältigt wird. Plus Uwe Schulz.

Hinter dem Mischpult

Uwe Schulz (52) ist der Hausmeister der Rudolf-Mühleck-Halle. Seit 16 Jahren im Dienst, seit 16 Jahren Freund und Feind des Faschings. „Ich mag Fasching, sonst würde ich verrückt werden. Aber Fasching ist für mich kein Vergnügen, sondern viel Arbeit“, erklärt er die Ambivalenz seiner Gefühle für die närrische Zeit. In der heißen Phase komme Schulz auf über 100 Überstunden. Nicht an der Bar oder auf der Tanzfläche, wie die närrischen Gäste der Gemeinde, sondern auf der Kehrmaschine und hinter dem Mischpult. Denn Schulz ist nicht nur Hausmeister, sondern auch der Tontechniker der Veranstaltungen. „Das gehört zu meinem Job dazu. Das hab’ ich lernen müssen“, reckt der Hausmeister stolz die Brust. Zu Recht, denn es funktioniert und mache ihm obendrein auch richtig viel Spaß.

Entsprechend ist sein Platz beim Programmfasching auf der Bühne, wenn auch backstage hinter dem Vorhang.  „Am Bühnenaufgang“, präzisiert Schulz seinen Platz, „und den Vorhang rück ich mir so zurecht, dass ich ein bisschen was seh’.“ Denn im Grunde muss er alles im Blick haben: Akteure, die Band, Musik und Licht, den Wechsel der Bühnenbilder und Ralf Rechtenbacher.

Ralf Rechtenbacher (26) war Fußballer bei den Sportfreunden. Und er war Klarinettist in der Musikkapelle. Wurzeln in beiden Vereinen privilegieren ihn dieses Jahr, den Programmfasching zu moderieren. Außerdem übernimmt er von Bernd Funk den Job der Bühnenverantwortung, da der neu gewählte Vorstand der Musikkapelle fortan repräsentative Pflichten habe.

„Die Show wird gut laufen“

Der neue Moderator wirkt nervös. Doch Schulz weiß Rat: „Ich bin nach 16 Jahren noch nervös. Wenn ich den ersten Startknopf am Mischpult drücke, zittert mein Finger. Das wird vergleichbar sein mit deinem ersten Satz. Aber glaub mir, danach läuft die Show. Und sie wird gut laufen“, verspricht Schulz.

Zusammen mit Bernd und Erwin Funk hat Rechtenbacher im November vergangenen Jahres das Programm erstellt und die Programmpunkte koordiniert. „Wer singt, wer spricht, wer tanzt?“ seien die ersten zentralen Fragen. Sei das geklärt, werden die Wort- und Liedbeiträge auf den Programmfasching und den Rosenmontagsball verteilt und mit einem Überraschungsauftritt angereichert. „Wie ein mehrgängiges Menü. Der Hunger darf vor dem Ende nie ganz gestillt werden“, zieht der Industriekaufmann einen durchaus plausiblen Vergleich. Dann kommt das Einstudieren. Für die Tänze gebe es Trainerinnen. „Zum Glück, denn die trainieren so ziemlich das ganze Jahr über“, weiß Ralf Rechtenbacher, Sohn des Bürgermeisters Franz Rechtenbacher. Erwin Funk sei der Dichter im Hintergrund und auch der Maler der Bühnenbilder beim Programmfasching, zählt er weiter auf. „Da helfen mir die Trainerinnen Diana Saile, Sabine Kohnle-Plessing und Tina Klaus“, gibt Funk das Lob weiter. „Jeder gibt, was er kann. Nur das Ineinandergreifen so vieler Hände ermöglicht diesen großen Fasching, den wir mittlerweile in Bühlerzell haben“, sagt Erwin Funk.

Der Countdown läuft, die Show rückt näher

Weniger als eine Woche ist es noch bis zum Programmfasching in Bühlerzell, beginnend am Freitag und Samstag, 17. und 18. Februar, jeweils um 20 Uhr in der Rudolf-Mühleck-Halle. Die Gäste erwartet ein unterhaltsames Programm mit Gardemädels, Guggamusik, Liedbeiträgen, Schnitzelbank, Showtänzen und einigem mehr. Am Freitag spielt die Amadeus-Band in Bühlerzell, am Samstag The Heartbreakers. Samstag ist ausverkauft. Restkarten für Freitag sind in der Raiff­eisenbank Bühlerzell erhältlich. Stehplatzkarten gibt es für beide Abende an der Abendkasse. mia