Erst Spatenstich, danach große Willkommen-zurück-in-der-Heimat-Party für Astro-Alex: Der Astronaut Alexander Gerst (43) wird am Samstag, 18. Mai, in seiner Heimatstadt Künzelsau den Bau einer Sternwarte anstoßen, die seinen Namen tragen wird.

Sternwarte in Künzelsau

Bauherr des astronomischen Observatoriums ist ein Förderverein mit rund 300 Mitgliedern. Der Standort liegt neben dem Schloss Stetten, etwa zehn Kilometer von Künzelsaus Zentrum entfernt. Dem Verein sitzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten vor. „Alexander Gerst hat als Wissenschaftler und Astronaut Unglaubliches geleistet, er fasziniert uns mit seinen Forschungsergebnissen und seinen einmaligen Bildern aus dem Weltall. Immer mehr Menschen interessieren sich für die uns umgebenden Galaxien und deren Sterne“, nannte er als Grund für das ambitionierte Projekt. Die Bauzeit werde 18 Monate betragen. Über die Kosten konnte von Stetten noch keine konkrete Auskunft geben. Die Höhe sei abhängig von der Qualität der Teleskope, über die allerdings erst später entschieden werde. „Wir liegen auf jeden Fall unter einer Million Euro.“

Peter Altmaier zum Spatenstich erwartet

Alexander Gerst wird nicht nur den Spaten in die Hand nehmen. Er hat offenbar auch ein ganz besonderes Geschenk für die Sternwarte: Der Schlüssel war mit ihm auf der Weltraumstation ISS. Christian von Stetten hatte Gerst das kleine Ding auf dem Weltraumbahnhof in Baikonur zugesteckt – als Glücksbringer für die Dienstreise ins All.

Nach der Zeremonie, zu der auch der für Raumfahrt zuständige Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erwartet wird, fährt Gerst in die Künzelsauer Stadtmitte. Dort dürfte der Ehrenbürger von mehreren tausend Fans erwartet werden. „Er wird sich viel Zeit nehmen und über seine letzte Mission auf der Internationalen Raumstation ISS berichten“, kündigte Rathaus-Sprecherin Elke Sturm an.

Für musikalische Unterhaltung sorgt die Hohenloher Mundart-Band „Annawech“, die für den prominentesten Landsmann auch schon bei einer Feier in Moskau aufgespielt hat. Peter Schilling wird mit seinem größten Hit „Völlig losgelöst“ über „Major Tom“ den Refrain wohl nicht alleine singen müssen.

Weitere Reise ins Weltall?

Alexander Gerst hat nach zwei Missionen und insgesamt 362 Tagen außerhalb der Erde noch nicht genug vom Weltraum. Wenn das Raumschiff „Orion“ zum Flug auf den Mond startet, würde er gerne an Bord sein. Bewerben wolle er sich „auf jeden Fall“ hat er schon angekündigt.

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